15.01.2020 06:00 |

Am Landesgericht

Das große Feilschen um Wangs Skischaukel beginnt

Keine drei Monate nachdem die Pistenverpächter die Gaißauer Bergbahn GmbH in die Insolvenz schickten, startet heute, Mittwoch, am Landesgericht Salzburg das große Feilschen! Die erste Tagsatzung steht an: „33 Gläubiger haben 1,9 Millionen Euro an Forderungen eingebracht“, sagt Masseverwalter Wolfgang Hochsteger.

Kurz und bündig – so will es Masseverwalter Wolfgang Hochsteger heute, Mittwoch, um 9.15 Uhr bei der ersten Tagsatzung im Landesgericht halten.

Nach der Pleite der Liftgesellschaft rund um den chinesischen Mehrheitseigentümer Zhonghui Wang hat er aufgeräumt: „Wir werden einen kurzen Bericht darüber geben, dass das Unternehmen geschlossen wurde und auch geschlossen bleibt, sowie über die erfolgte Inventarisierung und die Schätzung“, so Hochsteger.

Auch die bisher angemeldeten Forderungen werden Thema sein: „Bis Dienstagmittag haben 33 Gläubiger Forderungen in Höhe von 1,9 Millionen Euro angemeldet. Die werden wir alle prüfen“, so der Halleiner Rechtsanwalt.

Forderung für Liftabbau wurde angemeldet
Das Besondere daran? Ein Gläubiger hat bereits eine 1,2 Millionen Euro schwere Forderung für drohende Lift-Abtragungskosten angemeldet, sollte sich kein neuer Betreiber für das Skigebiet finden.

Danach sieht es derzeit aber nicht aus: „Ich bin optimistisch. Es gibt drei Interessenten aus Salzburg, Oberösterreich und Ungarn. Einer davon betreibt ein Skigebiet in Österreich“, verrät Hochsteger schon vorab.

Wie viel Geld die Interessenten für die Skischaukel locker machen müssen, ist noch unklar. Fix ist aber: Die Talstation des Zweiersesselliftes samt Büro, Gastronomie und Kassa wurde auf 400.000 Euro geschätzt. Der Wert der Liftanlagen steht noch nicht fest.

Dass Geschäftsführer Wang zur Tagsatzung erscheint, ist unwahrscheinlich. Derzeit besteht kein Kontakt.

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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