14.01.2020 09:28 |

Abkürzung lautet Msr.

Aufwertung: Meister wird Bachelor gleichgestellt

Die türkis-grüne Bundesregierung hat sich die Aufwertung der dualen Ausbildung zur Aufgabe gemacht, von der Lehre bis zum Meister. Dazu gehört auch, dass Österreich ein Land der Titel bleibt. Denn der „Meister“ solle künftig dem Namen vorangestellt und abgekürzt werden können, etwa mit „Msr.“, sagte die Spartenobfrau für Handwerk und Gewerbe der Wirtschaftskammer, Renate Scheichelbauer-Schuster, am Montag.

Außerdem soll der Meistertitel bald auch in offiziellen Dokumenten eingetragen werden können. Da der Meistertitel im Bildungssystem etwa einem Bachelor entspreche, sei der neue Titel auch ein Zeichen der Anerkennung der Qualifikation, sagte Schmeichelbauer-Schuster: „Das ist wirklich ein Herzensanliegen von uns.“

Regierungsprogramm nützt Handwerk und Gewerbe
Scheichelbauer-Schuster zeigte sich erfreut über das Regierungsprogramm. Darin seien viele Pläne enthalten, die Handwerk und Gewerbe nützten, zum Beispiel die Steuerentlastung, die Senkung der Körperschaftssteuer und die Ausweitung des Gewinnfreibetrags.

Leichtfried: „KÖSt-Senkung Milliardengeschenk an Großkonzerne“
Die geplante Senkung der Körperschaftssteuer von 25 auf 21 Prozent wurde zuletzt allerdings auch heftig kritisiert. „Das ist ein Milliardengeschenk an Großkonzerne auf Kosten der Beschäftigten“, meint etwa der stellvertretende SPÖ-Klubvorsitzende Jörg Leichtfried.

Mehrwertsteuer auf Reparaturen soll gesenkt werden
Ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft soll das „Maßnahmenpaket Reparatur“ sein. Diesbezüglich wünscht sich Scheichelbauer-Schuster eine Senkung der Mehrwertsteuer für Reparaturleistungen von 20 auf 10 Prozent, die besonders kleineren Betrieben helfen würde.

Die Stimmung im Handwerk und Gewerbe sei gut, auch die Ertragslage und Kapitalausstattung halte mit der guten Umsatzentwicklung mit. Insgesamt sei 2019 ein „sehr, sehr gutes Jahr“ für Handwerk und Gewerbe gewesen. „Der Umsatz von Handwerk und Gewerbe wird erstmals die 100-Milliarden-Euro-Grenze überschreiten“, sagte Scheichelbauer-Schuster.

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