Wirbel in Feldkirchen

Widerstand gegen Tierfutter-Firma im Mattigtal

Viel Staub wirbelt in Feldkirchen bei Mattighofen der Plan für eine Futtertrocknungsanlage auf. Projekt-Gegner sehen in der Anlieferung und Verarbeitung von 60.000 Tonnen Gras und Mais eine hohe Umwelt- und Gesundheitsbelastung. Der Ausstieg der Gemeinde aus dem Klimabündnis heizt die Debatte weiter an.

Bürgermeister sieht Anlage als unproblematisch
„Wenn alle behördlichen Rahmenbedingungen erfüllt werden, spricht nichts gegen die Firma“, kann sich der Feldkirchner FP-Bürgermeister Johann Danninger durchaus ein große Futtertrocknungsanlage im Ort vorstellen. Diese Woche präsentierte die Firma Atro dem Gemeinderat ihre Pläne. Die Bürger sollen laut Danninger in den nächsten drei bis vier Wochen informiert werden.

Anrainer sorgen sich um Lebensqualität
Der Widerstand unter den Anrainern ist jedenfalls groß. Sie sorgen sich um ihre Lebensqualität. „Die geplante Anlage ist auf die Produktion von 20.000 Tonnen Trockengut ausgerichtet, was eine Grünfutteranlieferung von rund 60.000 Tonnen erfordert“, meint Rudolf Lechner, Sprecher der Bürgerinitiative.

Lärm- und Staubbelastung rund um die Uhr
Er rechnet in den Sommermonaten mit einer Lärm- und Staubbelastung rund um die Uhr: „Die Produktionszeiten sind auf 100 bis 120 Tage in den Sommermonaten zusammengedrängt!“ Ihm stößt auch sauer auf, dass die Gemeinde aus dem Klimabündnis ausgestiegen ist. „Damit hat die Gemeindevertretung klar gemacht, dass hier einige Bauern das Sagen haben!“

Kein Zusammenhang mit Ausstieg
Ortschef Danninger sieht keinen Zusammenhang zwischen dem Abschied aus dem Klimabündnis und dem Plan für die Firmenansiedelung: „Der Ausstieg steht im Raum und hat ganz andere Gründe, die ich öffentlich aber nicht kommentieren werde.“

Mario Zeko
Mario Zeko
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