27.12.2019 07:40 |

Beweise auf Fotos

Zerstörerisches Feuer in Chile war gezielt gelegt

Die folgenschweren Waldbrände in der chilenischen Hafenstadt Valparaiso sind nach Behördenangaben durch Brandstiftung ausgelöst worden. Fotos, Videos und Aussagen von Anrainern belegten, dass die Brände auf zwei Hügeln bewusst gelegt worden seien, sagte Landwirtschaftsminister Antonio Walker am Donnerstag.

Bei den Bränden in der bei Touristen beliebten Stadt waren seit dem Heiligen Abend rund 245 Häuser zerstört oder beschädigt worden (siehe auch Video oben). Dutzende Familien mussten kurz vor Beginn der Weihnachtsfeierlichkeiten in Sicherheit gebracht werden. Einige verbrachten den Heiligen Abend in Notunterkünften. Zwölf Feuerwehrmänner wurden verletzt. 150 Hektar Wald gingen in Flammen auf.

Weltkulturerbe in Flammen
Valparaiso liegt rund 120 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Santiago de Chile. Die Altstadt mit ihren bunten Häusern und engen und steilen Gassen gehört seit 2003 zum Weltkulturerbe.

In der auf und zwischen 44 teilweise dicht bewaldeten Hügeln errichteten Stadt kommt es immer wieder zu Bränden. Im April 2014 wurden durch tagelang wütende Flammen etwa 2500 Häuser in Valparaiso zerstört, 15 Menschen kamen damals ums Leben.

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