15.12.2019 17:57 |

400-Meter-Schneebrett

Lawine reißt Wintersportler im Ländle in den Tod

Ein 60-jähriger Tourengeher aus Deutschland ist am Sonntag am Hohen Ifen im Kleinwalsertal beim Abgang einer Lawine ums Leben gekommen. Als er gemeinsam mit seiner Frau die sogenannte Ifenmulde abfuhr, löste sich ein etwa 400 Meter langes und 50 Meter breites Schneebrett, das den 60-Jährigen etwa 200 Meter weit mitriss und verschüttete. Für den Mann kam jede Rettung zu spät.

Nach Angaben der Polizei verständigten zwar Augenzeugen des Lawinenabgangs sofort die Rettungskräfte, bis der 60-Jährige mittels Sonde in drei Metern Tiefe geortet und ausgegraben werden konnte, verging jedoch rund eine Stunde. Die Reanimationsbemühungen zweier Notärzte vor Ort blieben ohne Erfolg. Die Frau des Deutschen wurde nicht erfasst und blieb unverletzt.

Erhebliche Lawinengefahr
Das Ehepaar aus dem Allgäu war zunächst von Hirschegg aus auf das Hahnenköpfle auf knapp 2000 Metern Seehöhe aufgestiegen. Von dort querten die beiden Wintersportler das Gelände in Richtung Hoher Ifen, ehe sie gegen 11.30 Uhr die Ifenmulde abfuhren.

In Vorarlberg herrschte am Sonntag oberhalb der Waldgrenze erhebliche Lawinengefahr der Stufe drei auf der fünfstufigen Gefahrenskala. Im Einsatz standen etwa 40 Einsatzkräfte der Bergrettung, der Feuerwehr und der Alpinpolizei.

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