28.11.2019 07:00 |

Entwässerung schlecht:

Zellermoos klagt über zu viel Beton

Die starken Regenfälle haben auch den Zeller Stadtteil Zellermoos, wo die Entlastungsstraße kommen soll, unter Wasser gesetzt: Bewohner kritisieren, dass der Entwässerungskanal seit Jahren zu klein dimensioniert ist. Ein Teilstück ist noch Nadelöhr. Druck auf den Boden durch Verbauung habe die Situation zugespitzt.

„Der verrohrte Teil des „alten“ Bruckbergkanals ab Langacker/Ebster ist viel zu klein und kann die Wassermassen nicht mehr aufnehmen“, berichten die Bewohner. Das führte mehrmals zu brenzligen Situationen.

Die Feuerwehr St. Johann half erst bei den aktuellen Regenfällen mit einer Hochleistungspumpe. „So wurde ein Untergehen des Ortsteils gerade noch verhindert“, schildern Mike Bezwald und Nachbarn die Lage.

In Zellermoos wurde zuletzt viel gebaut. Mit der Limberg-Siedlung kam enorme Verdichtung hinzu. Zu viel Beton, sagen die Zellermooser Bewohner: „Wie soll da das Oberflächenwasser noch abfließen?“

Planungen für neuen Kanal schon seit 2002


Die Wassergenossenschaft wurde 2002 mit einem neuen Kanal beauftragt. Dann kam es mehrmals zu Verzögerungen. Ein Teilstück hätte 2,5 Millionen Euro (!) verschlungen. „Der schwierige Untergrund ist der Grund“, so Obmann Helmut Haslinger. Jetzt soll die Engstelle im Zuge des Straßenbaus viel kostengünstiger beseitigt werden.

Beim Baumarkt Ebster haben schon Vorarbeiten für die Entlastungsstraße, die die Grünen in Zell am See und viele Bewohner bekämpfen, begonnen: Weil es sich um sumpfigen Boden handelt, muss aufgeschüttet werden. Anrainer wehren sich gegen die Straße, die den Ortsteil abschneide. Der Baumarkt erweitert nach einem Grundtausch. Das Land will im März mit dem Bau starten.

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann
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