12.06.2010 08:46 |

"Nur" 12 Jachten weg

Die "Hypo-Geisterflotte" ist wieder aufgetaucht

Über die kroatischen "Geisterjachten" der Kärntner Hypo Alpe Adria ist viel gewitzelt worden. Jetzt schaut's so aus, als wäre alles ganz anders. Von etwa 2.000 Leasingbooten in der Adria sind letztlich doch nur zwölf verschwunden - und nicht wie befürchtet bis zu 400. Das erklärte Hypo-Boss Gottwald Kranebitter. Für die Berater, die sich so geirrt haben, soll's daher wesentlich weniger Honorar geben.

Fast scheint's, als hätte sich die Hypo selbst noch schlechter gemacht, als sie ist. Denn bei den Leasingjachten in der Adria klärt sich Zug um Zug das Chaos: "Von den gut 2.000 Schiffen ist nur ein Dutzend verschwunden", so Vorstand Gottwald Kranebitter. "Das macht mir wenig Sorgen."

"Systematisch in den Dreck geredet"
Anfangs war man von einem Schwund von gut einem Fünftel ausgegangen - Beratungsunternehmen haben für solche Erkenntnisse gar 65 Millionen Euro verlangt. "Die Leasingabteilung der Hypo ist so systematisch in den Dreck geredet worden", sagt ein ehemaliger Bankchef zur "Krone".

"Keiner hat diesen Geschäftszweig verteidigt, lieber hat man alle Kärntner als Volltrottel und alle Kroaten als Gauner dastehen lassen!" Fakt ist aber, dass die Schifffahrt derzeit unter keinem guten Stern steht - rund 20 Prozent aller Adria-Jachten sind am Markt; viele Eigner können die Kredite nicht bezahlen.

Um viel Geld geht's auch bei einem Hypoprozess in Klagenfurt: Ein Ex-Geschäftsführer klagt 140.000 Euro Abfertigung ein. Ihm dagegen wird vorgeworfen, durch "Verletzung der Sorgfaltspflicht" mehr als eine Million Euro Schaden verursacht zu haben.

von Kerstin Wassermann und Manfred Schumi, "Kronen Zeitung"

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