13.11.2019 15:32 |

Action und harte Jungs

Ford gegen Ferrari: „Le Mans 66“

James Mangolds „Le Mans 66 - Gegen jede Chance“ ist einer jener Filme, die in Hollywood nicht mehr oft gemacht werden: er hat Archetypen, viel Motorfett und schweißtreibende 60er-Jahre-Männlichkeit. Christian Bale und Matt Damon spielen zwei Männer, deren Freundschaft beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans im Jahr 1966 zu einem Showdown zwischen Ford und Ferrari führte.

„Le Mans 66“ ist eine Rennsaga mit einer starken dramatischen und historischen Grundlage. Nachdem Carroll Shelby (Damon) 1959 als einziger Amerikaner das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen hat, zieht er sich aus dem Rennen zurück, um Autos zu bauen und zu verkaufen.

Da bekommt er ein Angebot von Henry Ford II (ein fantastischer Tracy Letts) und dessen Marketingmanager Lee Iacocca (Jon Bernthal): kann er eine Maschine flink genug machen, um den arroganten, kleinen Italiener - Enzo Ferrari - zu schlagen, der die Autos von Ford für schlampig, langsam und hässlich hält?

Shelby kann es versuchen, sagt er, aber der Mann hinter dem Lenkrad sei genauso wichtig wie alles unter der Motorhaube. Also rekrutiert er seinen Kumpel Ken Miles (Christian Bale), einen britischen Rennfahrer, der als einfacher Mechaniker in Los Angeles arbeitet, wo er mit seiner spritzigen Frau Mollie (einer strahlenden Caitriona Balfe) und seinem kleinen Sohn (Noah Jupe) lebt.

Aber er ist auch ein aufbrausender Hitzkopf, weshalb ihn der Ford-Vizepräsident Leo Beebe (Josh Lucas) einfach nicht als das Gesicht von Ford im Kreis der Sieger sehen will. Es gipfelt alles im französischen LeMans und einer rührenden Nebenhandlung, die eine erschütternde Entwicklung kurz vor dem Ende des Films miteinbezieht.

Mithilfe des brillanten, griechischen Kameramanns Phedon Papamichael taucht US-Regisseur James Mangold („Walk the Line“) diese Männer in goldenes, magisches Morgenlicht und kühles, blaues Zwielicht. Dies sind großartige amerikanische Archetypen, hart gesottene Helden und Draufgänger wie James Garner und Steve McQueen in „Grand Prix“ (1966) und in „Le Mans“ (1971).

Die Drehbuchautoren Jez Butterworth, John-Henry Butterworth und Jason Keller haben eine solide Drei-Akt-Struktur geschaffen, die das Publikum in den Kopf dieser Geschwindigkeitsjunkies bringt. Mit Marco Beltramis Musik, dem Hof- und Hauskomponisten von Wes Craven, bringen die Autos eine verblüffende Energie in das Geschehen, rasen, wirbeln und gehen manchmal auch in Flammen auf.

Kinostart von „Le Mans 66 - Gegen jede Chance“: 14. November.

APA/red

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