10.11.2019 07:00 |

Um Ertrag zu steigern

Fernwärme bittet Kunden zur Kasse

Der Rechnungshof hat erneut die Wien Energie unter die Lupe genommen. Diese hat zwar einige Empfehlungen einer früheren Prüfung umgesetzt. Zwei Kritikpunkte bleiben: Um das Ziel, das Ergebnis um 86 Millionen Euro zu steigern, zu erreichen, wurden die Kunden zur Kasse gebeten. Einsparungen gab es nur wenige.

Zwei Drittel der Mehrerlöse stammen aus einer Preiserhöhung der Fernwärme, bemängeln die Prüfer. Das restliche Drittel aus „Erlösen aus dem Engpassmanagment.“ ÖVP-Stadtrat Markus Wölbitsch: „Die Wien Energie hat Vorgaben des Rechnungshofes nicht durch Effizienzsteigerungen, sondern durch höhere Preise umgesetzt. Somit sind Wiener die Verlierer und müssen mehr für Fernwärme bezahlen.“

Der zweite Kritikpunkt betrifft das ungelöste Pensionsproblem des Unternehmens, das sich immer mehr auswächst. Die Zahlungen an Ex-Mitarbeiter im Ruhestand steigen jedes Jahr in Millionenhöhe. Alle Versuche, die Pensionisten aus der Bilanz auszulagern, scheiterten. .„Die Pensionslasten belasten weiterhin die Liquidität der Wien Energie“, so der Rechnungshof.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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