31.10.2019 16:50 |

Wegen Lärm vor Lokalen

Wirtschaftskammer warnt vor früherer Sperrstunde

Um Punkt Mitternacht ist es also endgültig und ohne Ausnahmen in Kraft getreten: das absolute Rauchverbot in der Gastronomie. Aber der Widerstand von einigen Seiten, allen voran von jener der Nachtgastronomen, reißt nicht ab. Peter Dobcak ist Spartenobmann der Gastronomie in der Wiener Wirtschaftskammer und hat sich in den vergangenen Monaten um eine Kompromisslösung für Nachtgastronomen und Shisha-Bars bemüht. Im krone.at-Talk mit Gerhard Koller spricht er über die anstehenden Probleme, die das Verbot mit sich bringe.

Die Verunsicherung in der Wirtschaftskammer ist groß. Die größten Sorgen beim allgemeinen Rauchverbot bereiten Dobcak die durchs Rauchen vor der Tür ausgelösten Lärmbelästigungen. Aktuell herrscht die Regel, dass, wenn eine Lärmbelästigung, ausgelöst durch Gäste eines Lokals, angezeigt wird, der Wirt dafür haften muss: „Wenn es uns nicht gelingt, diesen Teil des Gesetzes abzuändern, dann wird das dramatische Auswirkungen haben.“ Die Polizei könne außerdem, wenn es vermehrt zu Anzeigen kommen sollte, die Sperrstunde vorverlegen.

Daher müsse man das Gesetz entweder so ändern, dass zukünftig der Gast selbst dafür verantwortlich ist, oder, wie Dobcak schon lange fordert, auf Ausnahmeregelungen zurückgreifen. „Viele andere Länder in Europa haben vor zehn Jahren mit dem generellen Rauchverbot begonnen und wurden in der Folge von Anrainerbeschwerden überschwemmt, sodass man Stück für Stück wieder zurück zu Ausnahmen gegangen ist“, so die Argumente des Spartenobmanns.

Was Peter Dobcak zur Rettung der Shisha-Bars plant und auf welche Kontrollen sich Gastronomen und Nachtschwärmer einstellen müssen, sehen Sie im kompletten Interview oben im Video.

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