Düstere Geschichte

„In Gleink ging man über das Übliche hinaus“

Klare Worte zur gewalttätigen Vergangenheit und eine Entschuldigung bei den Opfern - die Caritas OÖ legt eine Aufarbeitung düsteren Geschichte ihrer Heime vor. „Wir wollen uns unserer Verantwortung stellen und darauf hinwirken, dass uns Mahnung für die Zukunft ist“, erklärte Caritas-Direktor Franz Kehrer.

Untersucht wurden das Erziehungsheim Steyr-Gleink, das ehemalige Schülerheim Windischgarsten sowie die Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen St. Pius und St. Isidor. Dazu führte das Forscherteam auch 120 Interviews mit ehemaligen Heimkindern, Erziehern und Verantwortungsträgern.

"Ich bitte aus tiefem Herzen um Entschuldigung“
Ein „multifunktionales Versagen“ der Verantwortlichen ortete Historikerin Marion Wisinger in Steyr-Gleink. Bis in Ende der 70er Jahre herrschte dort ein System der psychischen und physischen Gewalt sowie sexuellen Missbrauchs. „In Gleink ging man über das ,Übliche’ weit hinaus. Beschwerden zeigten, das die Kinder im Anfangsjahrzent zu wenig zu essen bekamen, Kollektivstrafen verhängt wurden und sie im Freien Strafe stehen mussten“, sagt Studienleiter Michael John.  Angela Wegscheider, die zu St. Pius und St. Isidor forschte, stellte fest, dass Züchtigung dort ein dominierender Faktor war. Die Erzieher hatten bis in die 80er Jahre teilweise keine Ausbildung. Bischof Manfred Scheuer bei der Präsentation der Studie: „Ich bitte aus tiefem Herzen um Entschuldigung für das Handeln kirchlicher Mitarbeiter in der Vergangenheit.“

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