Die Klage am obersten britischen Zivilgericht richtet sich gegen die in Großbritannien und Malaysia registrierte Lotus-Mutterfirma 1Malaysia Racing Team. Zudem klagt Force India gegen den aktuellen Lotus- und früheren Force-India-Technikchef Michael Gascoyne und die italienische Windkanal-Firma Aerolab, mit der das in Silverstone beheimatete indische Team bis Herbst 2009 selbst zusammengearbeitet hatte.
Force India ist der Meinung, dass Lotus Racing "durch seine Nutzung der Einrichtungen und Daten von Aerolab und Fondtech intellektuelles Eigentum des Force-India-F1-Teams zu seinem Vorteil für das Design seines Windkanalmodells des aktuellen Lotus-T127-Chassis benutzt" habe. Dabei gehe es unter anderem auch um Komponenten und Reifen, die von Pneu-Hersteller Bridgestone exklusiv für Force India lizenziert worden seien.
"Sehr ernsthafte Vorwürfe"
Es handle sich um "sehr ernsthafte Vorwürfe" und das Team hätte nicht den Rechtsweg gewählt, ohne "unterstützende Beweise" liefern zu können. 2007 hatte der Internationale Automobilverband (FIA) das McLaren-Team wegen des Besitzes von Ferrari-Plänen zu einer Strafe in Höhe von 100 Millionen US-Dollar (umgerechnet 82 Millionen Euro) verurteilt.
In seinem Statement teilte Force India auch mit, gegen Aerolab wegen der Offenlegung vertraulicher Informationen bereits im Dezember 2009 Klage bei den zuständigen Behörden in Italien eingereicht zu haben. Im Herbst vergangenen Jahres habe das Team des Unternehmers Vijay Mallya wegen vorzeitiger Beendigung der Partnerschaft noch etwa eine Million Euro an Aerolab gezahlt. Nun sollten die Gerichte auch entscheiden, ob diese Summe überhaupt bezahlt werden sollte.
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