31.05.2010 17:40 |

Empörung in Penzing

Bürgerinitative übt Kritik: "Fluglärm ist gegen Gesetz!"

In Vorwahlzeiten ist offenbar so manches möglich – und so durfte die Bürgerinitiative gegen Fluglärm in Wien West in der Penzinger Bezirksvertretung die Mandatare über ihre Anliegen informieren. Eine demokratiepolitische Premiere. Die Bürger dieses Teils von Wien fühlen sich nämlich als „Verlierer“ des Flugbetriebs.
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Der Grund ist, dass der Flugverkehr werde ohne technische Notwendigkeit schon lange vor den notwendigen 10 bis 18 Kilometern Entfernung vom Flughafen auf den Leitstrahl für die Landung gelenkt. Und so donnern die Flugzeuge schnurgerade über Bierhäuselberg, Wolfersberg, Kordon und Baumgartner Höhe quer durch den Bezirk. Tatsächlich müssten die Maschinen den Leitstrahl erst etwa auf der Höhe des Gürtels erreichen.

Der Grüne Bezirksrat Wolfgang Krisch sieht parteitaktische Ursachen für diese Belastung: „Die Beschwerden gegen den Fluglärm spielen im 14. Bezirk politisch kaum eine Rolle.“

Für Parteitaktik hat die Bürgerinitiative aber kein Verständnis. Sprecherin Dr. Susanne Heger betont, dass Penzing gesetzlich ein „Flugbeschränkungsgebiet“ sei. Das bedeute, dass „störende Einwirkung der Luftfahrt auf Personen oder Sachen“ fernzuhalten sei. Und außerdem müsse nach der Luftverkehrsregel 2010 in Richtung Westen oder Norden gelandet werden, wenn das Wetter es zulässt. Über Wien sei also nur zu fliegen, wenn es nicht anders gehe.

von Erich Vorrath, Kronen Zeitung

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