Neue Details zu Motiv

Jamal A. bekam nicht, was er wollte - und stach zu

Er hat nicht bekommen, was er wollte, seine speziellen Wünsche wurden nicht akzeptiert - und als ihm das klargemacht wurde, sah Jamal A. rot. Wie berichtet, zog der Afghane daraufhin ein bereits mitgebrachtes Messer, wollte seinem Gegenüber, dem 32 Jahre alten David H., die Kehle durchschneiden. Zwar konnten Bewohner der Asylunterkunft den Mann von seinem Opfer wegziehen, dennoch gelang es dem 33-Jährigen, sich loszureißen und dem Rotkreuz-Mitarbeiter in die Brust zu stechen. Auf der Flucht tötete er dann auch den Landwirt Franz G., stach wie von Sinnen sechsmal auf ihn ein.

Er hatte spezielle Wunscharbeitszeiten und war überdies unzuverlässig. Grund genug für seinen Betreuer, mit dem mutmaßlichen Täter ein ernstes Wort zu sprechen. Dass der 33-Jährige jedoch zur geplanten Aussprache bereits ein Messer mitbrachte, konnte sein Betreuer nicht ahnen. Als Jamal A. dann auch noch bezüglich seiner speziellen Wünsche auf taube Ohren stieß, attackierte der Afghane den ein Jahr jüngeren Mann und verletzte ihn lebensgefährlich. Trotz des mutigen Einschreitens von mehreren Bewohnern des Asylheims, die den tobenden Angreifer von David H. wegziehen wollten. Töten habe der 33-Jährige den Betreuer - der noch immer in Lebensgefahr schwebt - jedoch nicht wollen, erklärte er in seiner Einvernahme, wie Landespolizeidirektor Andreas Pilsl berichtete. 

Mit dem Leben bezahlte allerdings wenig später ein 63-jähriger Landwirt, weil er offenbar zur falschen Zeit am falschen Ort war. Mit sechs Messerstichen streckte Jamal A. den Altbauern nieder, um sich ein Fluchtauto zu besorgen, nachdem ein Einbruch in einen weiteren Pkw kurz zuvor missglückt war. Denn der 63-Jährige wehrte sich, schrie um Hilfe - und einmal mehr zückte der 33-Jährige das Messer und stach zu.

„Geschehenes kann man nicht ungeschehen machen“
Landeshauptmann Thomas Stelzer drückte am Mittwoch im Namen des gesamten Landessicherheitsrats der Familie des Getöteten sein Beileid aus. Man hoffe, dass der lebensgefährlich verletzte Betreuer wieder gesund werde. Das Geschehene könne man nicht ungeschehen machen, müsse aber die Lehren ziehen, „um die Sicherheit der Menschen zu erhöhen und ein besseres Miteinander zu gewährleisten“, sagte Stelzer.

Schnellere Abschiebung gefordert
Man habe rechtliche und organisatorische Maßnahmen im Sicherheitsrat besprochen. So sei es zwar gelungen, die Asylverfahren der ersten Instanz zügiger abzuwickeln, dafür gebe es nun einen Rückstau beim Bundesverwaltungsgericht. Laut Stelzer müsse man hier Personal bereitstellen und Verfahren für auffällige Asylwerber vorreihen. Weiters wolle man den Informationsaustausch zwischen Organisationen und Exekutive verbessern und müsse bei jenen, die das Gastrecht in Österreich missbrauchen, schneller abschieben können.

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