Nach hartem Urteil

Blockade in Barcelona, Rakitic auf der Autobahn

Riesenchaos in Barcelona. Das Urteil des obersten spanischen Gerichtshofes gegen neun katalanische Separatistenführer entsetzte ganz Katalonien, vor allem die inoffizielle Hauptstadt Barcelona. Nachdem die Beschuldigten wegen ihrer Rolle bei dem illegalen Unabhängigkeitsreferendum vom Oktober 2017, langjährige Haftstrafen bekamen, brach in der der ganzen Stadt ein Protest aus. Der Flughafen und große Straßen wurden von den Menschenmengen blockiert, es gab mehrere Verletzte. Auch der Sport ist von der Vorfällen betroffen. 

In ganz Katalonien finden derzeit Demonstrationen statt, auch die Sportklubs und das Sportleben sind von den Ereignissen beeinträchtigt. Der Mammut-Prozess gegen die führenden Vertreter der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung hatte im Februar begonnen und spaltete das Land. Den Angeklagten wurde vorgeworfen, im Oktober 2017 ein von der spanischen Justiz als illegal eingestuftes Unabhängigkeitsreferendum organisiert zu haben. Ein Referendum, an dem 2,2 Millionen Menschen teilnahmen, von denen zwei Millionen für die Unabhängigkeit votierten.

Kein Unterschied zwischen Tourist und Fußballer
Barcelona also steht unter Schock. Und in diesen Tagen gibt es kaum Unterschiede zwischen Touristen und Starfußballer. Wegen der Blockade der Straßen kam der Verkehr zwischen Barcelona und dem Flughafen El Prat vollkommen zum Stillstand. Jeder muss zu Fuß gehen, wirklich jeder, auch Ivan Rakitic, der Mittelfeldstar und Vizeweltmeister von FC Barcelona. Er wurde verewigt, wie er mit seinem Gepäck auf der Autobahn zu Fuß sich der Stadt annähert (oben im Bild).

Der FC Barcelona-Spieler beruhigte nachher seine Fans: Er sei heil zuhause angekommen, schrieb er auf Instagram. Auch Trainer Ernesto Valverde und Abwehrspezialist Frenkie De Jong konnten nur nach stundenlangem Fußmarsch zuhause ankommen.

Barca: „Gefängnis ist keine Lösung“
Der FC Barcelona stellte sich in einem offiziellen Kommunique an die Seite der verurteilten katalanischen Politiker. „Gefängnis kann keine Lösung sein“, schrieben sie. Pique und Roberto Sergi teilten den Eintrag mit Stolz, Xavi nannte das Urteil des Gerichts für eine Schande. Der andere Klub aus Barcelona, Espanyol formulierte viel vorsichtiger: Sie seien nur ein Sportverein, der die Meinung seiner Fans nicht unbedingt teilt. Der Klub respektiere das Urteil, die aktuelle Situation halte er allerdings für leidig, schrieben sie.

Viele meinen, auch der für den 26. Oktober 2019 geplante Clasico, Barcelona gegen Real Madrid, sei in Gefahr. An dem Tag sind große Demos angesetzt.

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