08.10.2019 08:20 |

Duo (18) angeklagt

Prozess-Start im Mordfall Irene P. (20)

Heute, Dienstag, um 9 Uhr wird die Richterin im Schwurgerichtssaal des Landesgerichtes Salzburg den Prozess im Fall Irene eröffnen. Zwei weitere Verhandlungstage sind für den 16. und 17. Oktober anberaumt. Der Staatsanwalt klagt zwei Pinzgauer (beide 18) an: Laut Anklage hat der Jüngere auf Anweisung des Älteren hin getötet.

„Er setzte ihr ohne Vorwarnung die umgebaute Schreckschusspistole direkt unterhalb des linken Schlüsselbeins an und gab den ersten Schuss ab“, schreibt Staatsanwalt Marcus Neher in seiner 18-seitigen Anklage. Und beschreibt so den Moment, als Irene P. am 20. Oktober 2018 gegen 21.15 Uhr im Stiegenhaus ihres Wohnhauses in Zell am See-Einöd getötet wurde. Viermal feuerte der Schütze - ein zur Tatzeit erst 17-jähriger Thumersbacher. Und dies mit einer selbst umgebauten Schreckschusspistole. Zwei Kugeln drangen noch in den Rücken des Opfers ein. Eine ging vorbei. Irene P. verblutete an den schweren inneren Verletzungen.

Mutmaßlicher Schütze belastet besten Freund

Am 24. Dezember 2018 wurde der Schütze erwischt. Er gestand und bezichtigte seinen früheren besten Freund der Anstiftung. Der Piesendorfer (18) hat laut Anklage den Thumersbacher zum Tatort gefahren, und ihn auch im „Tatentschluss bestärkt“.

Mordversuch als weiterer Vorwurf

Weiters soll er seinen früheren Klassenkameraden zu einem Raubmord bestimmt haben: Laut Anklage wollten sie am 6. Dezember bei einer Probefahrt einen Autoverkäufer strangulieren, um an einen Mercedes G55 zu kommen. Dafür schaufelte das Duo laut Anklage auch schon ein Grab aus.

Beiden Angeklagten droht auch Anstalt

Während der Thumersbacher (Verteidiger Michael Ringl) tatsachengeständig ist, bestreitet der Piesendorfer (Verteidiger Robert Morianz) alle Vorwürfe. Beiden droht bei einem Schuldspruch nicht nur eine Haftstrafe, sondern auch die Einweisung in eine Anstalt.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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