29.08.2019 17:30 |

Zwei Angeklagte

Mordfall Irene wird im Oktober verhandelt

Am 20. Oktober 2018 wurde die 20-jährige Irene P. im Stiegenhaus, direkt vor ihrer Wohnungstüre, erschossen. Nun müssen sich zwei junge Pinzgauer für die Tat vor einem Jugendgeschworenengericht verantworten. Der Prozess findet im Oktober an drei Tagen statt.

Erst 17 Jahre jung war jener Pinzgauer, der die tödlichen Schüsse abgegeben haben soll. Sein bester Freund (damals 18) soll ihn zur Tat angestiftet haben. Noch immer offen ist das Motiv. Die Spur könnte ins Drogenmilieu führen, in dem das Opfer verkehrt hat.

Seit Donnerstag, steht der Prozesstermin fest: Der Jugendgeschworenensenat unter dem Vorsitz von Richterin Bettina Maxones-Kurkowski wird am 8., 16. und 17. Oktober verhandeln. Der Prozess ist jeweils von 9 bis 19 Uhr angesetzt. Der mutmaßliche Schütze muss sich wegen des Verdachts des Mordes, gefährlicher Drohung und Verstoßes nach dem Waffengesetz verantworten. Er hatte die Tatwaffe, eine Schreckschusspistole, so umgebaut, dass sie „scharf“ war.

Bereits Grab ausgehoben
Dem zweiten Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft Anstiftung (Bestimmung) zum Mord an Irene P. vor sowie einen weiteren Mordversuch, versuchten schweren Raub und zwei Vergehen gegen das Waffengesetz. Er soll geplant haben, einen Autohändler zu entführen, diesem das Auto zu rauben und ihn dann zu ermorden. Die beiden Freunde sollen dazu schon ein Grab bei den Kapruner Stauseen ausgehoben haben.

Den Angeklagten drohen wegen ihres Alters „nur“ zehn bzw. 15 Jahre Haft. Darüber hinaus könnten sie nach Verbüßung einer etwaigen Haftstrafe in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtstäter eingewiesen werden.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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