07.10.2019 15:25 |

Suche nach Vermissten

Migrantenboot bei Lampedusa umgekippt: 13 Tote

Ein Flüchtlingsboot mit rund 50 Personen an Bord ist in der Nacht auf Montag vor der süditalienischen Insel Lampedusa gekentert. 13 Leichen wurden geborgen, 22 Personen, unter ihnen einige Kinder, wurden gerettet, wie die italienische Küstenwache mitteilte.

Die Küstenwache suchte nach den Vermissten, unter ihnen könnten auch acht Kinder sein. Schiffe der italienischen Küstenwache brachten die Überlebenden und die Todesopfer nach Lampedusa. Hubschrauber waren auf der Suche nach weiteren Überlebenden. Schlechtes Wetter und hohe Wellen erschwerten die Suchaktion.

Unglück knapp vor Hafen Lampedusas
Das Unglück ereignete sich etwa eine Seemeile vom Hafen Lampedusas entfernt. Das Wetter hatte sich im Seeraum vor der Insel wesentlich verschlechtert. Die Küstenwache hatte in der Nacht auf Montag einen Hilferuf erhalten und Schiffe zur Rettung der Menschen geschickt.

Hohe Wellen und Gedränge
Laut Berichten war das Boot gekentert, als die Menschen sich beim Versuch, in ein Schiff der italienischen Küstenwache einzusteigen, auf eine Seite gedrängt hatten. Auch wegen der hohen Wellen sei das Boot mit den Migranten an Bord gekentert.

Salvini spricht von „Katastrophe“
Der Chef der italienischen Rechtspartei Lega, Ex-Innenminister Matteo Salvini, sprach von einer „Katastrophe“. „Die Regierung soll die Migrantenabfahrten stoppen oder es wird zu einem Desaster kommen. Italiens Häfen sind wieder offen und das sind die Folgen“, kommentierte Salvini per Twitter.

Open Arms rettet 40 Migranten
Das Rettungsschiff Open Arms hat indes 40 Migranten im Mittelmeer gerettet. Sie befanden sich an Bord eines Holzbootes. Unter den Geretteten befanden sich auch zwei Kinder, twitterte die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms.

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