Für Rad-Profi René Haselbacher vom Team Gerolsteiner ist die 91. Tour de France vorzeitig beendet: Der 26 Jahre alte Österreicher zog sich am Freitag bei einem Massensturz kurz vor dem Ziel der sechsten Etappe in Angers unter anderem einen Nasenbeinbruch sowie doppelte Rippenbrüche zu. "Hasi", der vorerst in der Klinik bleiben muss, hatte bereits im Vorjahr die Frankreich-Rundfahrt nach einem schweren Sturz aufgeben müssen. Schuld an dem schlimmen Sturz war ein gebrochener Lenker.
Das Unglück passierte unmittelbar unterdem roten Lappen, der den letzten Kilometer einläutet: Haselbacherfuhr direkt neben der linken Absperrung, als beim Antritt zumFinale plötzlich der Lenker brach. Durch die Krafteinwirkunghatte er keine Chance, den Sturz auszuparieren. Er schwenkte unkontrolliertnach rechts, dann nach links, wo der Burgenländer mit vollerGeschwindigkeit in die Werbebarrikade krachte. Mit seinem Beckenlandete er auf der Bordsteinkante.
Bernhard Eisel bekam den Sturz Haselbachers hautnahmit: "Ich fuhr bei der 1.000 Meter Marke ganz links am Absperrgitter.Hasi befand sich an meinem Hinterrad. Plötzlich bekam icheinen Schlag von links! Ich war verblüfft, denn auf der linkenSeite war kein Platz mehr! Jetzt ist mein Gesäß komplettoffen. Außerdem sind die rechte Wade und das linke Schienbeinblau." Neben Eisel und Haselbacher stürzten weitere Fahrer.
Rippenstück steckt in Lunge Laut Auskunft der behandelnden Ärzte sind dreiRippen teilweise gebrochen. Ein spitzes Ende einer Rippe stecktin seiner Lunge. Neben einem Nasenbeinbruch hat "Hasi" ein Hämathoman der Niere. Dieser Bluterguss ist nicht weiter schlimm, mussweiter beobachtet werden und sollte sich in den nächstenTagen von selbst zurückbilden. Zusätzlich hat HaselbacherPrellungen am Knie, Ellbogen und im Beckenbereich sowie Schürfwundenam ganzen Körper.
Peter Wrolich besuchte Freitagabend seinen Teamkollegenim Krankenhaus. Paco: "Er hofft, so schnell wie möglich nachÖsterreich überstellt werden zu können. Zwei Tagemuss er aber noch mindestens hier bleiben. Er ist vor allem mentalangeknackst. Unmittelbar nach dem Sturz kam Robbie McEwen, derebenfallst stürzte, zu ihm und beschimpfte ihn aufs Schlimmste.Der Australier hat nicht gewusst, dass Hasi wegen dem gebrochenenLenker den Sturz auslöste. Die Schimpftriaden haben ihn sehr,sehr getroffen..."
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