Förderungen zu gering

Kaum noch Geld für Schulbus auf dem Land

Kärnten
18.09.2019 09:58
2500 Unternehmer bringen jeden Tag rund 100.000 Schüler in Österreich in die Schule. Das quasi auf eigene Kosten, denn die Mittel aus dem Familienlastenausgleichsfonds werden immer geringer. „Wenn es so weitergeht, werden viele Kinder bald auf der Straße stehen“, warnen nun auch die Kärntner Busunternehmer.

Alles Einsteigen, bitte! Gerade im ländlichen Raum läuft ohne private Unternehmen nicht viel, wenn es um den Transport zur Schule geht. Diese Betriebe sichern nämlich die kostenlose Schülerfreifahrt, durch die Familien neben Treibstoff und Fahrzeugkosten auch Zeit sparen können. Viele Eltern sind ja berufstätig und haben keine Möglichkeit, den Nachwuchs selbst in die Schule zu bringen.

Geld kommt aus Förderungen
Finanziert wird die Freifahrt aus Mitteln des Familienlastenausgleichsfonds. Eigentlich sollte damit gerade im ländlichen Raum die Schulbusversorgung garantiert werden – doch so langsam reicht es den Unternehmen: „Die Tarifentwicklung der vergangenen 20 Jahre hat dazu geführt, dass nicht einmal mehr 50 Prozent der entstehenden Kosten abgedeckt werden“, erklärt Martin Bacher, Sprecher der Kärntner Busunternehmen.

Modell muss verändert werden
„Oft müssen Gemeinden einspringen, um Kosten annähernd auszugleichen. “Jährlich wird verhandelt. Angepasst wurde, wenn überhaupt, nur laut Verbraucherpreisindex. Zugleich sind aber auch die Lohnkosten gestiegen.„ Bei einem 20-Sitzer-Bus steigen die Kosten im kommenden Schuljahr etwa um acht, bei Kleinbussen um zwölf Prozent. Bacher: “Ohne Änderung der finanziellen Abgeltung kann die Versorgung nicht mehr gewährleistet werden! Ideal wäre ein völlig neues Modell - vom Kilometer-Bezug auf Stundenabrechnung."

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