17.09.2019 12:38 |

Kosten nicht gedeckt

Sorge um die Schülerbusse

Die Zukunft der Schülerbusse in den ländlichen Regionen, wie dem Südburgenland, steht auf wackligen Beinen. Die niedrigen Tarife des Bundes decken mitunter nur mehr die Hälfte der Kosten ab, die Unternehmen müssen teilweise mit Verlust fahren. Als Folge droht jetzt die Einstellung vieler Verbindungen.

Eine wichtige Lücke im öffentlichen Verkehrsnetz schließen die Schülerbusse der Pkw- und Busunternehmen. Sie sind überall dort im Einsatz, wo Bus und Bahn nicht oder nicht ausreichend vertreten sind. Im Burgenland sorgen sie dafür, dass 3000 Schüler jeden Tag sicher sowie kostenlos zur Schule und wieder zurück gebracht werden. Ein System, dass besonders in den strukturschwachen Regionen wie dem Süd- und Mittelburgenland von großer Bedeutung ist. Ob die Schülerbusse ihren Service aber auch in Zukunft aufrecht erhalten können, ist ungewiss. Denn die kilometerabhängigen Tarife des Bundes decken nur teilweise die Kosten.

„Oft müssen deswegen die Gemeinden einspringen, damit weiter gefahren wird“, berichtet Spartengeschäftsführer Bernhard Dillhof von der Wirtschaftskammer Burgenland. Manche Unternehmen würden auch trotz Verlusten fahren - aus Idealismus. „Sie fühlen sich den Kindern und den Eltern gegenüber verantwortlich“, so Dillhof. Da dies aber kein Geschäftsmodell ist, würden manche jedoch überlegen, die Schülerbusse einzustellen. In einigen Gebieten in Ober- und Niederösterreich sei das bereits der Fall. „Vor allem die ländlichen Regionen bleiben dadurch wieder auf der Strecke. Als Folge droht, dass die Familien abwandern“, warnt der Spartengeschäftsführer. Gefordert wird daher eine klare Erhöhung des Schülerbeförderungstarifes.

Christoph Miehl, Kronen Zeitung

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