09.09.2019 09:00 |

Pilot erlitt Anfall

Rettungsheli-Unfall am Arlberg: Ursache geklärt

Einige Rätsel gab am 23. Mai die Havarie von „Christophorus 5“ am Galzig in St. Anton am Arlberg auf. Die Maschine war außer Kontrolle geraten und mit einer Schneewand kollidiert. Die Ursache ist nun geklärt, ein Verschulden trifft jedoch niemanden.

Um 10.50 Uhr war der „C5“ durch die Leitstelle Tirol zu einem Arbeitsunfall im alpinen Gelände am Galzig dirigiert worden. Der Pilot stellte den Eurocopter H135 oberhalb der Unglücksstelle auf einer Kreuzung von Forstwegen ab. Danach wurde das Opfer (37) zur Verladung vorbereitet.

Epileptischer Anfall
Ausgerechnet in diesem Augenblick erlitt der erfahrene Pilot (42) einen epileptischen Anfall. Das Fluggerät drehte sich daraufhin unkontrolliert um 270 Grad, die vier Helfer mussten die Verladung abbrechen und der bereits im Bergesack befindliche 37-Jährige stürzte aus der Maschine. Deren Heckrotor touchierte die Böschung und kam nach erneuter Kollision mit der Schneewand zum Stillstand.

Kein technischer Defekt beim Heli gefunden
Der herbeigerufene „Martin 2“ flog den Piloten und einen verletzten Flugretter nach Zams. Der ursprünglich beim Arbeitsunfall verletzte Mann wurde mit dem Rettungsfahrzeug dorthin gebracht, er war zum Glück glimpflich davon gekommen. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ordnete die Sicherstellung des Hubschraubers an, ein technischer Defekt wurde jedoch nicht entdeckt. Vielmehr war es zu einem epileptischen Unfall des erfahrenen C5-Piloten gekommen, dessen Hintergründe nun klarer sind.

Krampf als Folge eines früheren Unfalls
„Der Krampf dürfte die Folge einer schweren Schädelverletzung gewesen sein, die der Pilot zwei Jahre zuvor erlitten hat“, so Hansjörg Mayr, Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, auf „Krone“-Anfrage. Der Krampf sei nicht vorhersehbar gewesen, weil der Mann nach neurologischen Untersuchungen wieder für flugtauglich befunden worden war.

Staatsanwaltschaft: Niemanden trifft Schuld
„Es trifft daher niemanden ein Verschulden, die Ermittlungen wurden eingestellt“, bestätigt Mayr. Die weitere Konsequenz ist für die Karriere des 42-Jährigen bedauerlich: Er darf nun nicht mehr fliegen.

Andreas Moser
Andreas Moser
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