Nach der 6:0-Gala geht Österreich jetzt mit breiter Brust am Montag in das Spitzenspiel in Polen. Kapitän Julian Baumgartlinger kündigt an: „Wir werden unser Spiel durchziehen“. Das 0:1 von Wien gilt als Warnung.
„Wir haben ihnen in 90 Minuten keine Sekunde Zeit gelassen. Das war ein Paradebeispiel.“ Das 6:0 gegen Lettland, der höchste Sieg in der Foda-Ära, ging auch Julian Baumgartlinger runter wie Öl. Doch der Blick des ÖFB-Kapitäns war schnell nach vorne gerichtet: „Jetzt fahren wir mit viel Optimismus nach Polen, das ist eine echte Spitzenpartie.“
Wobei die enge Konstellation in der Tabelle den 31-Jährigen nicht überrascht: „Die Gruppe ist komplett offen. Das wurde jetzt nur bestätigt.“ Wobei Österreich die Chance aufs EURO-Ticket selbst in der Hand, also am Fuß hat ...
Einen entsprechend mutigen Auftritt fordert Baumgartlinger daher am Montag im Warschauer Hexenkessel: „Ob auswärts oder daheim, ist egal. Verstecken ist nicht unsere Mentalität. Wir brauchen nicht All-in gehen, werden mit kalkuliertem Risiko unser Spiel durchziehen.“
Mit der neuen „Macht im Zentrum“: Laimer attackiert, Baumgartlinger hält den Rücken frei. Und umgekehrt. „Wir sind variabel“, so der Routinier. „Das macht es für jeden Gegner schwierig.“ Und das gepriesene Gegenpressing, das Salzburg-Gen, kommt ihm ohnehin entgegen: „Das spielen wir in Leverkusen ja auch.“
Doch bei aller Euphorie hält der Kapitän seine jungen Wilden auch am Boden: „Polen ist clever, erfahren. Sie brauchen nicht viel Ballbesitz. Wir sind gewarnt.“ Auch durch das 0:1 in Wien.
Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung
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