15.08.2019 15:23 |

Drama im Urlaub

Tod im Dschungel: Nora ist innerlich verblutet

Die im Dschungel von Malaysia verschwundene und nach zehn Tagen tot aufgefundene 15-jährige Nora ist an inneren Blutungen gestorben. Die Autopsie habe ergeben, dass der Teenager aus London vom Hunger und Stress ausgelöste Magen-Darm-Blutungen erlitten habe, teilte die malaysische Polizei am Donnerstag mit. Anzeichen für ein Verbrechen gibt es demnach nicht.

Es spreche bisher nichts für eine Vergewaltigung oder eine Entführung, hieß es. Die Jugendliche hatte mit ihren Eltern in einem Öko-Resort im bergigen Hinterland der Hauptstadt Kuala Lumpur Urlaub machen wollen. Schon kurz nach der Ankunft verschwand sie aus ihrem Zimmer. Die Fenster standen weit offen.

Leiche nur zweieinhalb Kilometer vom Hotel entfernt gefunden
Rund 350 Einsatzkräfte, Freiwillige und Berichten zufolge sogar ein Schamane suchten zehn Tage lang nach der Vermissten. Am Dienstag wurde der Teenager unbekleidet und nur 2,5 Kilometer vom Hotel entfernt von einem Einheimischen gefunden. Ein Hubschrauber brachte die Leiche in ein Krankenhaus, wo die Eltern sie identifizierten. Sie fürchteten, dass Nora entführt und vergewaltigt worden sein könnte, und forderten Aufklärung darüber, wie ihre Tochter gestorben ist.

Blutergüsse an den Beinen
Der Polizeichef des malaysischen Staates Negeri Sembilan, Mohamad Mat Yusop, sagte gegenüber der britischen „Daily Mail“, dass die 15-Jährige schon zwei bis drei Tage tot gewesen sei, als sie gefunden wurde. Die Londonerin habe ein perforiertes Zwölffingerdarmgeschwür gehabt, das aufgebrochen sei. „Das könnte wegen des Fehlens von Nahrung über einen langen Zeitraum gewesen sein und wegen anhaltendem Stress“, sagte Yusop. Das Mädchen habe auch einige Blutergüsse an den Beinen gehabt, die aber nicht zum Tod geführt hätten. Gewebeproben würden für eine weitere Untersuchung eingeschickt.

„Hätte Familie nie freiwillig verlassen“
Noras Eltern hatten zuvor eine Entführung ihrer Tochter befürchtet. Die 15-Jährige war laut den Eltern mit einem Gehirndefekt auf die Welt gekommen, geistig leicht zurückgeblieben und hatte Probleme beim Gehen.
Schon im alltäglichen Leben war die Jugendliche auf Hilfe angewiesen. Sie hätte ihre Familie nie freiwillig verlassen, glaubten die Eltern.

Die Eltern des Mädchens hatten 10.000 Euro Belohnung für Hinweise auf den Verbleib ihrer Tochter ausgesetzt. Um die Suche nach dem Teenager zu unterstützen, hatten Verwandte außerdem zwei Spendenaktionen initiiert. In kürzester Zeit waren umgerechnet weit mehr als 100.000 Euro zusammengekommen. Nora hatte die irische und die französische Staatsbürgerschaft. Die Familie lebt seit vielen Jahren in der britischen Hauptstadt.

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