13.08.2019 07:00 |

Ekelhaftes Geheimnis

An Sex-Chat-Freundin Kinderpornos geschickt

Er ist verheiratet und wurde unlängst Vater: Doch am PC und Handy des 49-jährigen Tirolers fand die Polizei rund 450 widerwärtige Kinderpornos. Zwei davon schickte er auch an seine Sex-Chat-Partnerin. Vor der Gattin blieben die Umtriebe offenbar geheim. Am Montag schrammte der Mann an einer unbedingten Haft vorbei.

„Ich habe noch nie sexuellen Kontakt mit Minderjährigen gesucht und habe auch nicht vor, dies zu machen“, erklärte der Angeklagte am Innsbrucker Landesgericht. Er habe sich in diversen einschlägigen Chat-Rooms nur vom Alltag ablenken wollen. „Mit meinem realen Leben hatte das nichts zu tun und ich bin jetzt eigentlich froh, dass die ganze Sache aufgeflogen ist“, versuchte der 49-Jährige Richterin Sandra Preßlaber weiszumachen.

Chat-Protokolle fielen auf
Ins Visier der Internet-Fahnder geriet der Tiroler übrigens deshalb, weil den Ermittlern seine ekelhaften Chat-Protokolle ins Auge stachen. Schnell war der frischgebackene Vater aufgrund seiner IP-Adresse identifiziert. Bei der Hausdurchsuchung fand die Polizei schließlich einen Laptop und ein Smartphone mit zahlreichen Kinderpornos. Dass die Exekutivbeamten die Wohnung des 49-Jährigen auf den Kopf gestellt haben, bekam die Ehefrau nicht mit. „Sie weiß bis heute nichts davon“, gestand der Angeklagte vor Gericht.

An Haft vorbeigeschrammt
Bei einem Strafrahmen von bis zu drei Jahren Haft kam der bisher Unbescholtene mit fünf Monaten bedingter Haft und 8400 Euro Geldstrafe glimpflich davon. Hinzu kommen noch die Kosten für das Gutachten in Höhe von über 4500 Euro. Er nahm das Urteil an.

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