12.08.2019 13:42 |

Tier eingeschläfert

Hundeattacke: Zahn steckte in Arm des Opfers

Wie massiv sich jener American Staffordshire Terrier bei seiner Attacke gegen zwei Mitarbeiterinnen des Tierheims Straß in der Südsteiermark im Arm eines seiner Opfer verbissen hatte, zeigt sich nun anhand der Schilderungen der behandelnden Medizinerin Patricia Lebo. So sei sogar ein Zahn bei der Verbandsabnahme aus dem Arm der 54-jährigen schwer verletzten Mitarbeiterin herausgefallen, den das Tier beim Angriff offenbar verloren hatte. Indes werden Ermittlungen gegen den früheren Besitzer des Tieres angedacht. Der Hund wurde mittlerweile eingeschläfert.

Wie berichtet, hatte der Hund am Samstag zunächst eine 18 Jahre alte Mitarbeiterin, die eigentlich für mehr Schatten im Zwinger sorgen wollte, attackiert. Eine 54 Jahre alte Kollegin eilte der jungen Frau sofort zu Hilfe und griff ein - daraufhin ging der American Staffordshire Terrier auf sie los und verbiss sich in den Unterarmen. Die Mitarbeiterin erlitt dabei schwerste Verletzungen.

„Beim Verbandabnehmen herausgefallen“
Sofort wurden die beiden Frauen ins Krankenhaus eingeliefert. Während die Jüngere bei dem Angriff vergleichsweise glimpflich davonkam, hatte es die ehrenamtliche Mitarbeiterin weit schwerer erwischt. Die Bissverletzungen waren enorm, in einem Arm sei sogar ein Hundezahn gefunden worden, wie Lebo, Ärztin der Klinischen Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie schilderte. „Er (der Zahn, Anm.) ist schon beim Verbandabnehmen herausgefallen“, berichtete sie. Die Armmuskulatur sei stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Die 54-Jährigen wird wohl noch mehrere Operationen über sich ergehen lassen müssen, „um wieder eine gute Funktion“ zu erzielen, so die Einschätzung der Ärztin. Besonders der Streckapparat in den Armen sei stark geschädigt worden.

„Zwickt, wenn er erschrickt. Das war alles“
Indes stehen Ermittlungen gegen den früheren Besitzer des Hundes im Raum. Der Akt soll an die Staatsanwaltschaft Graz übermittelt werden, die dann entscheiden wird, ob weitere Erhebungen eingeleitet werden. Denn der ehemalige Besitzer hatte bei der Abgabe seines Hundes auf Nachfrage betont, dass der Vierbeiner „zwickt, wenn er sich erschrickt. Das war alles“, hatte der Heimleiter Charly Forstner gegenüber der „Krone“ erklärt.

Von einer derartigen Gefährlichkeit des Tieres war allerdings nicht die Rede. „Für uns war er damit keinesfalls als gefährlicher Hund erkennbar. Sonst wäre er gar nie aufgenommen worden“, so Forstner weiter. Zunächst wäre das Tier in die Arche Noah gebracht worden, da es dort eigene Räumlichkeiten für aggressive Hunde gibt. Für „Cesar“ spielt das alles nun keine Rolle mehr. Der Hund wurde Montagfrüh eingeschläfert.

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