11.08.2019 12:57 |

MotoGP in Spielberg

Frontaler Angriff auf die rote Super-Serie

Wahnsinn! Mit Streckenrekord von 1:23.027 Minuten krallte sich Marc Márquez im Qualifying den besten Startplatz für das Zweirad-Spektakel in Spielberg, wo heute 90.000 Fans erwartet werden. Der Weltmeister ist mit 59 Poles der beste Qualifyer aller Zeiten in der MotoGP. Heute aber zählt nur der Sieg.
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Das war keine Poleposition, das war eine Machtdemonstration. Der Allzeit-Rekord ist für den 26-Jährigen nett, aber an diesem Wochenende nicht das Wichtigste. Viel, viel wichtiger: Márquez will endlich den letzten weißen Fleck auf seiner Motorrad-Landkarte einfärben. Denn der Red Bull Ring ist die einzige Strecke im Kalender, auf der er noch nicht gewonnen hat. Das wurmt ihn gewaltig!

Noch immer ist Ducati mit drei Siegen in drei Renen in Spielberg ungeschlagen. Márquez startet heute aber den Frontal-Angriff auf die rote Super-Serie. „Das ist echt eine Schande“, sagte Marc über seine Sieglos-Serie in Österreich zur „Krone“. In allen anderen Rennen des Jahres geht es für Márquez vorrangig um Punkte für die WM-Krone. Da ist ihm ein sicherer zweiter Platz oft wichtiger als ein riskanter Angriff auf die Spitze. Nicht heute! Experten meinen sogar: „Für den ersten Spielberg-Sieg wird er, wenn nötig, sogar einen Ausfall riskieren.“

„Dabei hatte ich sogar einen kleinen Fehler“, sagt Márquez. Das muss den Rivalen endgültig den letzten Zahn ziehen. Trotzdem war der Honda-Superstar am Ende fast eine halbe Sekunde vor Yamaha-Jungstar Fabio Quartararo (unten im Bild). Der muss wie alle anderen heute auf einen Márquez-Fehler hoffen.

Bis 2025 in Spielberg
„Wir haben einen tollen Job gemacht“, meint der Dominator. „Marc ist stark“, fürchtet mit Andrea Dovizioso der Spielberg-Sieger von 2017 das Ende der Ducati-Dominanz. Vielleicht startet Márquez heute eine Österreich-Serie. Genug Zeit hätte er, denn die MotoGP bleibt bis 2025 am Red Bull Ring. „Für mich die attraktivste Rennserie der Welt“, sagt Red Bull-Boss Didi Mateschitz. Die Fans sagen: Danke, Didi!

Markus Neißl, Kronen Zeitung

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