10.08.2019 16:30 |

Um 9 Millionen Euro

Die Bio-Käserei in Walchsee baut groß aus

Im Gewerbegebiet Moosen in Walchsee wird derzeit fleißig gebaut. Um 9 Millionen Euro errichtet dort die Bio-Käserei Walchsee eine hochmoderne Produktionsanlage. Damit kann die Kapazität der verarbeiteten Milchmengen verdoppelt werden. Bereits im kommenden Jahr soll die neue Käserei in Betrieb gehen.

57 Milchlieferanten sind Mitglied in der 1904 gegründeten Genossenschaft. „Unsere Mitglieder haben dieses doch beträchtliche Investitionsprojekt einstimmig beschlossen“, freut sich Obmann Thomas Loferer über den Rückhalt für den großen Neubau.

6 Millionen Liter Milch in Zukunft verarbeitet
Am bisherigen Standort ist das Unternehmen längst an seine Grenzen gestoßen. 4,3 Millionen Liter Milch werden dort jedes Jahr angeliefert. Aber nur ein Teil davon – 3 Millionen Liter – kann direkt vor Ort verarbeitet werden. Der Rest wird an den Milchhof Sterzing weiterverkauft. Das soll mit der Fertigstellung der neuen Produktionsanlage 2020 Geschichte sein. Loferer: „Am neuen Standort können wir bis zu 6 Millionen Liter verarbeiten. Mittelfristig sollte es keine Produktionsengpässe mehr geben.“

Die neue Anlage erlaubt auch eine Ausweitung des Sortiments. Verarbeitet wird in Walchsee ausschließlich Bio-Heumilch. Loferer: „Der Fokus lag bisher ganz auf Bio-Bergkäse in unterschiedlichen Reifegraden. Wir planen eine Erweiterung auf Produkte wie Pfeffer- oder Bauernkäse.“

Neue Absatzgebiete und mehr Mitarbeiter
Derzeit zählen vor allem große Handelsketten wie Hofer mit der „Zurück zum Ursprung“-Marke zu den Kunden der Bio-Käserei Walchsee. In Zukunft will man verstärkt Gastronomiebetriebe und direkt die Endverbraucher ansprechen.

Durch die Erweiterung der Produktion werden auch neue Mitarbeiter gebraucht. Derzeit erwirtschaften acht Fachkräfte einen Jahresumsatz von 4,1 Millionen Euro. Am neuen Standort werden 15 Mitarbeiter beschäftigt. Mitte 2020 soll die neue Anlage in Betrieb gehen. Dann wird vom jetzigen Standort im Ortszentrum in das Gewerbegebiet übersiedelt. Land und Bund unterstützen das Projekt mit Fördermitteln.

Claudia Thurner
Claudia Thurner
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