Illegaler Campingplatz

Französische Roma besetzten Wiese in Wels

Französische Camper haben am Wochenende illegal eine Wiese in Wels besetzt. Empörte Anrainer alarmierten zwar die Polizei, wurden aber abgewiesen, weil die Exekutive nur bei Anzeigen des Eigentümers tätig werden kann. Bürgermeister Andreas Rabl möchte für die Stadt Wels beim Land Oberösterreich ein Campierverbot erwirken.

Anrainer der Noitzmühlstraße trauten am Wochenende ihren Augen kaum, nachdem ein illegaler Campingplatz vor ihrer Nase errichtet worden war. Etwa 50 französische Roma mit in Summe 19 Fahrzeugen hatten das Privatgelände quasi über Nacht gekapert und Wohnwagen aufgestellt.

Weder Wasseranschluss noch Toiletten
„Ein Wahnsinn. Hier gibt es weder Wasseranschluss noch Toiletten und keine Abfalltonnen – das Gelände ist für Camping denkbar ungeeignet“, sagt Anrainer Gert Plöckinger. Der 71-Jährige und andere Bewohner wandten sich an die Polizei, doch der waren die Hände gebunden: Die Exekutive kann nur tätig werden, wenn der Eigentümer Anzeige erstattet. Die Wiese gehört zur Sanitärfirma Holter, deren Geschäftsführung am Montag selbst völlig überrascht war.

Andreas Rabl will Campingverbot für Wels
„Wir haben die Wiese an niemanden vermietet – das ist eine Grundbesetzung. Polizei und Magistrat sind informiert“, sagt Prokurist Christian Rauchfuss. Stadtchef Andreas Rabl will beim Land nun ein Campierverbot für Wels erwirken: „Es reicht, wir brauchen endlich eine wirksame Handhabe, um solch illegales Treiben unterbinden zu können.“

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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