03.08.2019 12:15 |

Bei Autobahn-Abfahrten

Urlauber in Google-Falle: Fahren trotz Sperre ab

Navis sollten das Reisen ja vereinfachen. Das funktioniert aber nicht immer. Bestes Beispiel: Einige Geräte zeigen die aktuellen Sperren der Autobahnabfahrten in Salzburg nicht an. Unwissende Urlauber fahren trotz Verbots in blindem Vertrauen auf ihr Navi ab. Ohne die Polizei, die diese Irregeführten wieder zurückschickt, würde das System nicht funktionieren.

Reisen ohne Navigationssystem ist für viele Urlauber heutzutage ein Ding der Unmöglichkeit. Zum Problem wurde das vergangenes Wochenende an den Autobahnabfahrten in Salzburg. Einige Navi-Hersteller zeigen die gesperrten Straßen nämlich nicht an.

Polizei schickte Reisende zurück

Das bestätigt die Polizei: „Auch wenn sich zahlreiche Urlauber an die Verbote gehalten haben, mussten wir einige zurückschicken“, erzählt Karin Temel, Pressesprecherin der Polizei Salzburg. Dieser zusätzliche Aufwand der Exekutive kostet Zeit und Geld, ist für ein gut funktionierendes System aber unbedingt notwendig.

Warum fahren viele Urlauber trotz Sperren ab: Das Problem heißt Google Maps. „Der Kartendienst orientiert sich an Bewegungsdaten aus und zeigt die aktuellen Verkehrsdaten deshalb nicht an. Riskant ist das für alle Autofahrer, die ihre Route ausschließlich mit Google Maps planen“, erklärt Aloisia Gurtner vom ÖAMTC Salzburg.

Besonders betroffen: Handy-Navis

Betroffen sind auch Navis, die vom Smartphone aus bedient werden. Anders sieht es hingegen bei fix eingebauten Geräten aus: „Wir arbeiten eng mit den örtlichen Behörden zusammen. Über eine SIM-Karte werden alle aktuellen Verkehrsinformationen direkt an das Navi weitergeleitet. Dem Autofahrer werden also auch alle Sperren angezeigt“, betont Sarah Schweiger, Mitarbeiterin des internationalen Navi-Herstellers TomTom.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer

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