30.07.2019 13:00 |

Teures Vergnügen

Spaßbad: 25 Euro für Familien als „Sozialtarif“

Schwimmen und Planschen wird im neuen Hallenbad der Stadt Salzburg wesentlich teurer als im alten: Der Tageseintritt kostet für Erwachsene neun Euro, zuvor waren es 4,60 Euro. Familien mit zwei Kindern müssen 25 Euro berappen. Aus der Politik und der Betreibergesellschaft heißt es aber: „Das ist ein Sozialtarif.“

Es wird ein teurer Spaß im neuen Bad. Denn auch der bereits im Vorfeld viel gelobte Wellnessbereich auf dem Dachgeschoß mit Blick über die Altstadt darf nur gegen einen saftigen Aufpreis betreten werden. Er kostet samt Eintritt fürs Bad 19 Euro für Erwachsene.

Stadtvize Bernhard Auinger (SPÖ), der politisch für den Bau des Paracelsusbades zuständig ist, verweist auf weitaus höhere Tarife in der benachbarten Watzmanntherme, wo eine Vier-Stunden-Karte wesentlich teurer sei: „Dass wir nach einem Neubau um fast 60 Millionen Euro nicht die gleichen Preise haben werden, war schon im Vorfeld klar.“ 25 Euro für eine vierköpfige Familie hält er für sozial vertretbar. Außerdem stehe noch immer das billigere Aya-Hallenbad an der Alpenstraße zur Verfügung.

20 Prozent Rabatt für 500-Euro-Gutschein

Bert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH und damit Betreiber, erklärt, man habe sich bei den Preisen an den Bädern im Umland orientiert und liege deutlich darunter. Allerdings stehen in Berchtesgaden, Bad Reichenhall oder Kaprun deklarierte Thermen und keine Familienbäder. Brugger spricht dennoch von „Sozialtarifen“ und verweist auf mögliche Rabatte: Wer einen 500-Euro-Gutschein kauft, erhält etwa 20 Prozent Nachlass beim Eintritt.

Kritik kommt von KPÖ-Gemeinderat Kay-Michael Dankl: „Schwimmen darf kein Luxus für Wenige werden.“ Er fordert nun von Auinger Aufklärung über die Preispolitik.

Mittlerweile steht auch der Eröffnungstermin fest: Am 11. Oktober steigt ein Festakt, am nächsten Tag beginnt dann der reguläre Betrieb.

Kosten soll das Bad laut Kalkulationen 58 Millionen Euro. „Da schaut es so aus, als ob wir eine Punktlandung hinlegen“, sagt Brugger.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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