Nackt wieder tabu

Altmodisch: FKK kommt langsam aus der Mode

Achtung, kein Witz: FKK kommt aus der Mode. Vorbei scheinen die Zeiten, in denen Frauen und Männer in Massen an Badestränden der gemeinschaftlichen Nacktheit frönten. Schlimmer noch: Nach Expertenmeinung eines Sexualforschers droht FKK in der Bedeutungslosigkeit zu versinken.

„FKK ist überhaupt kein Trend mehr. Die Geschichte der Freikörperkultur ist in eine neue Etappe eingetreten“, sagt der Leipziger Sexualforscher Kurt Starke. Dafür würden sich „Unwesentlichkeit und ein neues Nacktheitstabu“ verantwortlich zeigen. „FKK ist irgendwie altmodisch und zugleich deliberalisiert. Eine der größten und beliebtesten FKK-Paradiese im Osten war Prerow/Darß“, sagt Starke. FKK heutzutage dort ist jedoch auf einen kurzen Abschnitt reduziert und überdies „kombiniert mit Hundestrand“. 

Naturisten werden „alt und immer älter“
Auch der Deutsche Verband für Freikörperkultur (DFK), der in diesem Jahr 70 wird und nach Verbandsangaben mehr als 30.000 Naturisten vertritt, stellt fest: „Naturismus hat aber sicherlich nicht mehr den gleichen Stellenwert wie vor einigen Jahrzehnten, was mit der gesellschaftlichen Entwicklung als Solche zusammenhängen könnte.“ Hoffnung aber gibt es: Zwar werde die FKK-Bewegung auf dem Land „alt und immer älter“, doch besonders auch junge Familien würden sich (wieder) vermehrt zur Nacktheit hingezogen fühlen.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2016 gehören die Österreicher übrigens zu den FKK-Weltmeistern - gefolgt von Deutschen und Franzosen.

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