Von den rund 1,8 Millionen Euro, die der GAK der Stadt Graz schuldet (654.000 Euro davon sind "nur" bedingt) muss der Verein nur 68.000 Euro zahlen. Gegen die Stimmen von SPÖ, Grünen, der KPÖ und dem BZÖ verhinderten ÖVP und FPÖ den Kollaps des Vereins.
Mandatare "schwänzten"
Die Entscheidung stand allerdings auf Messers Schneide - ÖVP und FPÖ allein haben eigentlich keine Mehrheit im Gemeinderat. Weil Mandatare von SPÖ und KPÖ fehlten, ging es sich aber doch aus - und zwar um vier Stimmen (28:24) für den Schuldenerlass. 4,5 Millionen Euro beträgt der Gesamt-Schuldenberg des Vereins: 534.000 Euro bei der GKK (wovon 240.000 Euro vom GAK bestritten werden), 326.000 bei der BKS-Bank, 217.000 beim Finanzamt und 101.000 Euro bei der Sportstätten-Weinzödl GmbH.
Stadt Graz als Hauptgläubiger
Die höchste Forderung ist aber jene der Stadt Graz: Weil der GAK aus dem vergangenen Zwangsausgleich die vereinbarten 68.000 Euro bisher nicht überwiesen hat, lebten nun, beim dritten Konkursverfahren, die alte Schulden wieder auf - jene insgesamt 1,8 Millionen Euro, für die es nun abermals einen Schuldenerlass gibt.
Jetzt soll beim GAK alles anders und besser werden. Investoren und ein neues Konzept sollen den Verein endlich auf gesunde Beine stellen. GAK-Präsident Anton Kürschner: "Wir arbeiten mit Hochdruck an einem Konzept, bis zum 11. Mai soll es stehen. Die Entscheidung der Stadt ist natürlich wichtiges Zeichen an alle Beteiligten."
von Gerald Richter ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.