13.07.2019 16:58 |

Einseitiges Finale

Halep paniert Williams - Allzeit-Rekord verhindert

Nach nur 55 Minuten sank Simona Halep auf die Knie und freute sich über den überraschendsten Titel ihrer bisherigen Tennis-Karriere. Die 27-jährige Rumänin ließ der verzweifelt nach dem Allzeitrekord von Margaret Court jagenden US-Amerikanerin Serena Williams am Samstag im Wimbledon-Endspiel keine Chance und siegte in ihrem fünften Major-Endspiel klar mit 6:2 und 6:2.

Wie schon vor Jahresfrist, als sich Williams Angelique Kerber glatt mit 3:6,3:6 hatte beugen müssen, gab es ein neuerlich einseitiges Wimbledon-Finale der Damen. Für Halep war es der zweite Major-Titel nach den French Open 2018, doch dieser Erfolg kam unerwartet. Zumal sie in zuvor zehn Begegnungen mit der kampfstarken Williams nur einmal gewonnen hatte. Doch an diesem Tag kam es anders.

Halep ist der neueste Beweis, dass sich vermeintliche Sandplatz-Spezialisten auch auf dem grünen Rasen im Tennis-„Mekka“ durchsetzen können. Williams hingegen hat zwar nach ihrer Baby-Pause ihr drittes Major-Endspiel nach Wimbledon und den US Open (jeweils 2018) erreicht, aber auch zum dritten Mal verloren. Der 23-fachen Grand-Slam-Siegerin fehlt damit weiterhin ein Titel zur Egalisierung des Grand-Slam-Rekords der Australierin Margaret Court.

Halep kassierte für den Sieg 2,35 Mio. Pfund (2,62 Mio. Euro), schraubte ihr Karrierepreisgeld auf 33 Mio. Dollar und klettert im WTA-Ranking auf Platz vier. Williams durfte sich mit umgerechnet 1,31 Millionen Euro trösten. Schon mit dem Finaleinzug hatte die 37-Jährige die 90-Mio.-Dollar-Grenze an Karriere-Preisgeld (brutto) überschritten.

Titel bei Finaldebüt
„Serena hat uns alle inspiriert, danke“, meinte die überglückliche Halep in Richtung Williams und bedankte sich auch für die „Ehre vor der königlichen Box spielen zu dürfen“. Sie ist erst die zwölfte Spielerin der Profiära (seit 1968), die gleich beim Wimbledon-Finaldebüt den Titel geholt hat. Zuletzt war dies Petra Kvitova 2011 gelungen. Und sie ist die erste rumänische Wimbledonsiegerin überhaupt. Selbst ihr Landsmann, Ex-Tennisstar und Geschäftsmann Ion Tiriac, war extra eingeflogen, wofür sich Halep explizit noch auf dem Court bedankte.

Halep hatte davor auf dem Platz keine Nerven gezeigt, trotz des möglichen größten Erfolgs ihrer Karriere. „Oh doch, ich hatte Nerven, mein Bauch hat sich vor dem Match nicht gut angefühlt“, sorgte Halep auf dem Center Court vor knapp 15.000 Fans für Gelächter. „Aber auf dem Platz gibt es keine Zeit für Emotionen.“

Lebenslange Wimbledon-Mitgliedschaft
Halep freute sich auch, den Traum ihrer Mutter erfüllt zu haben. „Schon als ich 10 oder 12 war, hat meine Mama gesagt, dass ich hier einmal das Finale erreichen muss.“ Nun hat sie die berühmte „Venus Rosewater Dish“, wie der Siegesteller der Damen heißt, sogar gewonnen. Eine große Motivation war für die Rumänin schon vor Turnierbeginn etwas anderes. „Ich habe vorher gesagt, wenn ich hier gewinne, bekomme ich eine lebenslange Klubmitgliedschaft“, freute sie sich. Dabei war Halep gar kein großer Fan des Rasen-Tennis. „Ich habe viel daran gearbeitet, um mein Spiel auf Rasen zu ändern“, sagte die frisch gebackene Championesse.

Williams: „Sie hat verrückt gespielt“
Serena Williams zeigte nach ihrer Niederlage Größe, sprach mit keinem Wort ihre eigene Leistung an, sondern lobte Halep: „Sie hat verrückt gespielt. Wenn eine Spielerin so spielt, muss man den Hut ziehen und gratulieren. Ich muss einfach weiterkämpfen. Ich liebe diesen Sport“, sagte Williams.

Auf dem Court hatte sie zuvor einer sehr soliden Gegnerin nur sehr wenig entgegenzusetzen. Williams startete äußerst nervös in ihr elftes Wimbledon- bzw. 32. Major-Finale. Die so erfahrene US-Amerikanerin musste gleich im Auftaktgame ihren Aufschlag abgeben und nach nur elf Minuten lag die Favoritin bereits mit 0:4 zurück. Zwar fing sich die Weltranglisten-Zehnte etwas, doch nach 26 Minuten hatte Halep in ihrem ersten Wimbledon-Endspiel mit 6:2 überraschend glatt Satz eins gewonnen.

Im zweiten Durchgang änderte sich nichts am Bild. Während Halep von ihrer Marschroute nicht mehr abkam, gelang es Williams nicht, den entscheidenden Gang zuzulegen. Nach einem Serviceverlust zum 2:3 waren die Weichen zur neuerlich glatten Zwei-Satz-Final-Niederlage von Williams an der Church Road gestellt.

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