12.07.2019 17:14 |

Klimaaktivist

Deutscher Bauer mähte Greta Thunberg in Maisfeld

Die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg ist mit ihrem Schulstreik für das Klima zur Ikone der Klimaschutzbewegung geworden. Tausende Menschen weltweit wurden von ihr inspiriert und folgen ihrem Beispiel im Rahmen der „Fridays For Future“-Demonstrationen. Auf eine etwas andere Art und Weise ist ein deutscher Landwirt inspiriert worden. Benedikt Lünemann aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen hat die Wörter „Fridays For Future“ und ein einfaches Abbild Thunbergs als Labyrinth in ein Maisfeld gemäht.

Insgesamt habe er 15 Stunden für das 180 mal 100 Meter große Motiv in Selm (siehe Karte unten) benötigt, erzählte der 35-Jähriget. Das begehbare Labyrinth sei mehr als zwei Kilometer lang. „Ich mache das per GPS, ziehe eine Karte auf eine Art Wander-App“, sagte Lünemann. Mit einem Balkenmäher - eine Art Rasenmäher - geht er ins Feld. Dann steckt er den ersten Punkt ab, mäht, steckt den nächsten ab, mäht und so weiter.

Lünemann gestaltet schon seit Jahren solche Labyrinthe - 2018 war der WM-Pokal das Motiv. Der Kampf um das Klima liegt Landwirt Lünemann, der auch ein Hof-Café betreibt, besonders am Herzen: Sein Sohn David ist acht Monate alt. „2100 ist er 82. Da soll er noch in einer intakten Welt mit einer intakten Umwelt leben“, sagte der 35-Jährige.

Thunberg: „Die Klimakrise hat keine Sommerferien“
Und für so eine Welt kämpft Thunberg - übrigens auch während der Sommerferien. Am Freitag war bereits der 47. Streik-Freitag. „Die Klimakrise hat keine Sommerferien. Und so haben wir auch keine. Wir machen weiter und weiter“, twitterte die Schwedin. 

Thunbergs wöchentlicher Protest begann im August 2018 und entwickelte sich seither zu einer globalen Bewegung, die mit dem Slogan „FridaysForFuture“ Maßnahmen gegen den Klimawandel fordert. Einem globalen Klimastreik am 24. Mai anlässlich der Europawahl schlossen sich Schüler in 131 Ländern an. Das große Engagement hat für Greta Thunberg nach eigener Aussage einen Preis, denn ihr Zeugnis fiel nicht ganz so gut aus, wie sie gehofft hatte. In nur zwölf Fächern bekam sie die Bestnote A, in vier bekam sie die Note B. „Wenn ich nicht gestreikt hätte und so viel gereist wäre, hätte ich in allen Fächern ein A haben können“, sagte sie der schwedischen Zeitung „Dagens Nyheter“. „Aber es hat sich gelohnt.“

Ein Jahr Auszeit nur für das Klima
Die 16-Jährige ist nun nicht mehr schulpflichtig. Vor Kurzem sagte sie, sie plane, ein Jahr freizunehmen und sich ganz ihrer Klimakampagne zu widmen. Sie wolle an einem UN-Klimagipfel in New York im September und an der UN-Klimakonferenz in Chile im Dezember teilnehmen.

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