Filmreife Aktion

Ausbrecher zwängten sich eingeseift durch Löcher

Es war ein filmreifer Ausbruch, den ein Häftling aus der Russischen Föderation (35) und ein 29-Jähriger aus Grosny (Tschetschenien) im Gefängnis Garsten (Oberösterreich) hinlegten: Zuerst bohrten sie sich durch die Betondecke, zwängten sich nackt und eingeseift durchs Mini-Loch auf den Dachboden und seilten sich dann an einer Wäscheleine in die Freiheit ab. Die Räuber sind über alle Berge.

Um 3.20 Uhr läutete im dritten Stock der Zellen-Wecker. DieTschetschenen setzten ihren von langer Hand vorbereiteten Fluchtplan in die Tat um. Sie zwängten sich - nackt und eingeseift - durch die 20 mal 30 Zentimeter großen Löcher, die sie mit einem Handfräser in die Holz- und darüberliegende fünf Zentimeter dicke Betondecke gefräst hatten. Der Bauschutt verschwand im Klo!

An Wäscheleine abgeseilt
So kamen sie auf den Dachboden, zogen sich an und hängten einige Dachziegel aus. Am hölzernen Dachstuhl banden sie eine Wäscheleine an, stiegen durch eine Dachluke auf und seilten sich in die Freiheit ab.

Fluchthelfer mit von der Partie?
Dabei wurden die Handschuhe durch die Reibungshitze so warm, dass es Brandspuren gab. Die Handschuhe ließen die Ausbrecher zurück, die Männer dürften unten von einem Fluchthelfer in Empfang genommen worden sein. Als um 7 Uhr ihr Verschwinden entdeckt wurde, waren die beiden Tschetschenen schon über alle Berge.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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