14.09.2004 20:16 |

Groscherlgeschäft

Handel für Aus von 1- und 2-Euro-Münzen

Zwar hat sich das Verhalten der Konsumenten beim Umgang mit den kleinen Cent-Münzen laut Nationalbank normalisiert. Trotzdem plädiert Österreichs Handel für die Abschaffung der 1- und 2-Cent-Münzen.
Eine Umfrage der Wirtschaftskammer (WKÖ)unter sämtlichen Handelsbranchen hat ergeben, dass die meistenBranchen in Österreich für die Abschaffung dieser Münzenwären, weil sie in der Regel bei den Preisen keine Rollespielten und sich außerdem Kosten sparen ließen. Nurder Lebensmittelhandel und die Trafikanten haben ihre Bedenkenangemeldet.
 
"Rundungen bedenklich"
Bedenken hat die OeNB im Falle einer Abschaffungnur über die von den Firmen angewendeten "Rundungsvarianten",die wie bei der Euro-Einführung "etwas großzügig"ausgelegt werden könnten. Beim Kauf mittels Bankkarte kämees auch weiterhin zur Cent-genauen Abrechnung, beim Bargeld-Kaufwürde nur die Endsumme kaufmännisch auf- oder abgerundetwerden.
 
Was die Sache kompliziert: Bei einer Abschaffungmüssten so wie in den Niederlanden extra Rundungsgesetzeverabschiedet werden, damit nicht bei den Preisen zum Schadender Konsumenten mehr auf- als abgerundet wird.
 
Belgien stellt im kommenden Jahr die Produktionneuer Ein- und Zwei-Cent-Münzen ein. Die Münzen bliebenaber gesetzliches Zahlungsmittel. Entwarnung für die teurogeschädigtenÖsterreicher gab übrigens die Nationalbank: Dort denktman nicht daran, die Produktion von 1- und 2-Cent-Münzeneinzustellen.
 
Kleinstmünzen mehr in Gebrauch alsgeplant
Vor allem von den 1,- 2- und 5-Cent-Münzen werdenmehr benötigt als geplant. Die Münze musste sogar dieNachprägung erhöhen. Heuer sollen eine halbe MilliardeMünzen im Wert von 30 Millionen an die Nationalbank ausgeliefertwerden.
 
"Die Forderung nach einem 2-Euro-Schein ist vomTisch", so Kubaczek. Münze Österreich stellt außerdemfest, dass die Österreicher sich an die Cent-Stückegewöhnt haben und damit umgehen, wie zuvor mit den Groschen-Stücken.
 
Das Gurkenglas als Cent-Sparschwein
"Die Österreicher haben außerdem begonnen,wieder sogenannte "Gurkengläser" anzulegen, in die sie diekleinen Münzen am Ende des Tages schmeißen und sichdann freuen, wenn sie auf die Bank gehen und dafür großeEuro-Scheine erhalten", so Kubiczek. Außerdem seien dieGeldbörseln nicht mehr mit kleinen Münzen gefüllt,als vor der Euro-Einführung.
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