10.06.2019 14:20 |

Gastherme als Ursache?

Fünf teils schwer Verletzte nach CO-Unfall in Wien

Großeinsatz der Rettungskräfte am Pfingstmontag im Wiener Bezirk Wieden: Eine 14-Jährige war im Badezimmer plötzlich zusammengebrochen - sie hatte eine schwere Kohlenmonoxidvergiftung erlitten. Das Mädchen wurde in kritischem Zustand per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Auch vier weitere Personen, darunter befindet sich ein erst acht Wochen altes Baby, mussten ins Spital gebracht werden.

Die Einsatzkräfte wurden gegen 10.30 Uhr in die Wohnhausanlage in der Kolschitzkygasse gerufen. Die Feuerwehr stand mit 30 Mann im Einsatz, die Berufsrettung mit Teilen des Katastrophenzuges. Die Jugendliche wurde nach der Erstversorgung vom ÖAMTC-Rettungshubschrauber in die Druckkammer des LKH Graz geflogen, die vier weiteren Opfer in Wiener Krankenhäuser eingeliefert.

Ursache für die Kohlenmonoxidvergiftung dürfte die Gastherme gewesen sein. „Thermen sind grundsätzlich sicher“, betonte Feuerwehrsprecher Lukas Schauer - sie müssten jedoch „entsprechend gewartet werden“, gab er zu bedenken.

Vorsicht geboten
Diese Woche sind in Wien jeden Tag Temperaturen über 30 Grad prognostiziert. Unsachgemäß gehandhabte Klima- und Gasgeräte können bei sommerlichen Außentemperaturen zur Gefahr werden. Insbesondere mobile Klimageräte können bei falscher Verwendung lebensgefährlich sein, denn in Verbindung mit einem Gasgerät kann ein Abgasrückstau mit giftigem Kohlenmonoxid (CO) entstehen, warnte Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) in einer Aussendung am Pfingstmontag.

CO-Unfälle häuften sich zuletzt
Erst in der Vorwoche war es im Bezirk Meidling zu einem derartigen Vorfall gekommen. Eine 35 Jahre alte Frau und ein zwölfjähriger Bub mussten mit einer schweren Kohlenmonoxidvergiftung aus einer Wohnung gerettet werden. Anfang Juni war ein 13 Jahre alter Bub im Badezimmer der elterlichen Wohnung zusammengebrochen - auch er hatte eine CO-Vergiftung erlitten.

 krone.at
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