Im Rahmen schwerpunktmäßiger Lebensmittelkontrollen hat das Marktamt Wien heute, Donnerstag, das Verbot des Inverkehrbringens von großen Mengen an Kindernährmitteln von der Firma Aptamil ausgesprochen.
Der Skandal um verunreinigte Babynahrung zieht jetzt immer weitere Kreise. In den letzten Tagen wurden wieder positiv auf Bacillus Cereus-Toxin getestete Produkte gefunden, die eine umgehende behördliche Maßnahme erforderlich machten. Insgesamt führte das Wiener Marktamt (MA 59) 26 Proben durch. Schon mehr als 15 Produkte und 50 Chargen sind bis jetzt davon betroffen.
Sofortiger Rückruf
Das Marktamt hat daher einen sofortigen Rückruf mehrerer betroffener Produkte veranlasst, die betreffenden Waren dürfen bis auf Weiteres nicht mehr verkauft oder verteilt werden. Für die Überwachung und Umsetzung der Sperre ist die jeweilige Lebensmittelaufsicht in den Bundesländern zuständig. In der österreichischen Bundeshauptstadt also das Wiener Marktamt.
Hier die ganze Liste:
Doch der Rückruf betrifft nicht nur Österreich: Auch in Deutschland, der Schweiz und Frankreich wurden Rückrufaktionen bezüglich verschiedener Kindernahrungsmittel eingeleitet. Das Marktamt empfiehlt Konsumenten, die betroffenen Produkte keinesfalls weiterzuverwenden. Über einem bestimmten Gehalt kann Cereulid Symptome wie Erbrechen und Durchfall verursachen. Die Symptome treten in der Regel zwischen 30 Minuten und sechs Stunden nach dem Verzehr auf. Eltern, die sich Sorgen machen, wird geraten, ärztlichen Rat einzuholen.
Sobald es auch nur den geringsten Zweifel an der Lebensmittelsicherheit gibt, handeln wir konsequent und unverzüglich.

Wiener Marktamtsdirektor Andreas Kutheil
Bild: MA 59
Wiens Vizebürgermeisterin und Konsumentenschutzstadträtin Bettina Emmerling (Neos) unterstreicht die Verantwortung der Behörden: „Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass Kindernahrung höchsten Sicherheitsstandards entspricht. Das Marktamt der Stadt Wien setzt hier auf strenge Kontrollen und klare Maßnahmen zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher.“ Auch Marktamtsdirektor Andreas Kutheil betont die Bedeutung rascher Vorsorgemaßnahmen: „Der Schutz der Gesundheit, insbesondere von Kindern, hat oberste Priorität.“
„Spar ist vom Rückruf nicht betroffen“
Die Hersteller wurden aufgefordert, einen vollständigen Nachweis der Unbedenklichkeit zu erbringen, bevor eine erneute Freigabe erfolgen kann.„Spar ist vom Rückruf nicht betroffen, wir hatten diese Produkte nicht im Sortiment“, so die Unternehmenssprecherin. Auch der Diskonter Hofer führte keine der betroffenen Produkte. „Vom Rückruf betroffene, bei uns verfügbare Produkte werden selbstverständlich umgehend zurückgerufen und aus dem Verkauf genommen“, heißt es dazu auf „Krone“-Anfrage von der REWE Group. Sobald die Stellungnahme von Danone vorliegt, wird sie ergänzt.
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