01.06.2019 12:43 |

Bangen in Budapest

Bootsunglück: Suche nach Vermissten ausgeweitet

Drei Tage nach dem schrecklichen Bootsunglück auf der Donau in Budapest mit mindestens sieben Toten wollen die Helfer ihre Suche nach den 21 Vermissten ausdehnen. Da es sich bei den meisten Opfern um südkoreanische Touristen handelt, unterstützten Spezialisten von Marine und nationaler Feuerwehr aus Südkorea die Rettungsaktivitäten der ungarischen Behörden. Auch Taucher der Cobra sind in Budapest.

Am Samstag war geplant, die Suche an der Oberfläche der Donau auf einer Strecke von bis zu 50 Kilometern flussabwärts fortzusetzen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Ungarns Behörden arbeiten auch mit Serbien zusammen, weil nicht ausgeschlossen werde, dass Leichen bis in das Nachbarland treiben könnten.

Die Suche an der Oberfläche wollten die südkoreanischen Teams laut Yonhap mit Booten fortsetzen, die ihnen von den lokalen Behörden zur Verfügung gestellt wurden. Die Taucher aus Südkorea und Ungarn erwarteten demnach, am Montag - wenn möglich auch früher - ihre Aktivitäten unter Wasser beginnen zu können.

Strömung erschwert Zugang zum Wrack
Möglicherweise sind auch im untergegangenen Schiff einige Leichen, vermuteten die ungarischen Behörden. Den Tauchern sei es wegen der starken Strömung und des steigenden Wasserstands unmöglich, sich dem Wrack zu nähern, berichtete das ungarische Nachrichtenportal index.hu unter Berufung auf die Behörden. Theoretisch würde es mindestens fünf Tage dauern, bis der Wasserstand so weit sinkt, dass ein Zugang zum Wrack möglich wäre, hieß es.

Derzeit führt die Donau am Unglücksort Wasser in Höhe von etwa 5,3 Metern, normal wären es vier Meter. Auch ein Herausheben aus dem Wasser sei derzeit technisch nicht zu machen, teilte das Innenministerium in Budapest mit.

Beinahe-Tragödie bei Tauchgang
Tauchgänge waren bei dem hohen Wasserstand, der Null-Sicht und der starken Strömung weiterhin lebensgefährlich. So hatte der Versuch eines ungarischen Tauchers am Donnerstag fast zu einer Tragödie geführt, berichtete das Internetportal starthirek.hu. Sein Luftschlauch hatte sich beim Hinabsteigen an einer Leiter verfangen. Nur mit der Hilfe eines anderen Rettungstauchers konnte der Mann an die Oberfläche geholt werden, indem der Schlauch durchtrennt wurde.

Experten empfehlen den Einsatz einer Abschirmungsplatte vor dem gesunkenen Wrack, um die Strömung zu verlangsamen und so die Bergungsarbeiten zu erleichtern.

 krone.at
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