30.05.2019 06:45 |

Suche nach Tätern

Vier Schulen verwüstet: 270 Kinder blieben zuhause

Trotz geringer Aussicht auf Beute durchwühlten Kriminelle seit Ende April in der Obersteiermark drei Kindergärten und zehn Schulen auf der Suche nach Geld, Laptops und Handys. Zuletzt wüteten sie in Bruck, einige Tage zuvor waren sie in Trieben gewesen. Deshalb hatten am Montag alle Mädchen und Buben schulfrei.

Zuletzt waren die Täter in der Nacht auf Mittwoch aktiv. In Bruck drangen sie in zwei Kindergärten und die Volksschule Berndorf ein. Sie erbeuteten an die 100 Euro; der Schaden ist hoch.

Am vergangenen Wochenende zogen die Kriminellen in Trieben eine Spur der Verwüstung durch die Musik-, die Volks- und Neue Mittelschule und die HTL. Sie rissen Türen und Kästen sowie Dutzende (erst vor Kurzem mit Schlössern versehene) Schubladen auf.

Geld, das als Spende gedacht war, gestohlen
„Viel erbeutet haben die Täter nicht“, sagt Helmut Schöttl, der Triebener Bürgermeister, „einige Handys und einen geringen Bargeldbetrag“. „Auch bei uns ist der Schaden viel höher als die Beute“, berichtet Johannes Köberl, der Leiter der HTL, „die Täter haben Geld gestohlen, das als Spende gedacht war“.

Die Einbrüche wurden am Montag entdeckt, daraufhin rückte die Spurensicherung an. Deshalb hatten alle 270 Mädchen und Buben frei. Bis auf einen Schüler blieben sie daheim. Sissy Lanz, Direktorin der Neuen Mittelschule: „Seine Eltern wurden per App informiert, er hat’s nicht glauben wollen.“

Einbrüche in 10 Schulen und drei Kindergärten
Vermutlich dieselben Täter drangen in der Nacht zum 29. April in Kobenz in die Volksschule und den erst drei Wochen zuvor eröffneten Kindergarten ein. Vier Kilometer südöstlich richteten sie in der Sonderschule Knittelfeld einen beträchtlichen Sachschaden an.

In der Nacht zum 18. Mai stahlen sie aus der Volksschule St. Georgen/Kreischberg einen Laptop. 16 Kilometer südwestlich verübten sie in Stadl-Predlitz Einbrüche in die Volks- und Neue Mittelschule.

Manfred Niederl
Manfred Niederl
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