30.05.2019 10:00 |

Reisezeit

Wieder kilometerlange Staus erwartet

35 Kilometer vom deutschen Anger über die A 8 bis Golling auf die A 10: Das war bisher der größte Stau, in dem Urlauber auf dem Weg in den Süden in unserem Bundesland und in Bayern feststeckten. Am heutigen Feiertag und an den nächsten freien Tagen wird auf jeden Fall ein hohes Verkehrsaufkommen erwartet.

Christi Himmelfahrt an einem Donnerstag, Tausende Salzburger sowie noch weit mehr Österreicher und Deutsche haben sich am Freitag frei genommen. Ein verlängertes Wochenende mit vier freien Tagen, bei uns ist es trüb und verregnet. Kein Wunder, dass viele in den Süden wollen. Der Stau, und damit eine laut Verkehrsexperten „minimale“ Wartezeit von einer Stunde, sind vorprogrammiert.

„Die Knackpunkte sind die Grenzkontrollen und die Baustelle am Walserberg. Da ist ja nur eine Fahrspur frei. Das zweite Problem ist die Fahrbahnerneuerung auf der Tauernautobahn zwischen Puch und Hallein. Da gibt es zwar zwei Fahrspuren in jede Richtung, aber natürlich sind die beengt“, weiß Aloisia Gurtner vom ÖAMTC. Beim Knoten Pongau folgt die nächste Engstelle. „Seit Ostern gibt es ab dem Reittunnel wieder Blockabfertigung. Dass heißt, das an allen ,heißen’ Wochenenden die Ampeln vor den Tunneln je nach Verkehrsaufkommen umgeschalten werden.“

Hat man es einmal durch die Tunnelgruppe geschafft, geht es bis in den Lungau barrierefrei. Doch vor der Mautstelle in St. Michael heißt es wieder Warten.

Ausweichen zahlt sich einfach nicht aus


Über den Radstädter Tauern und den Katschberg auszuweichen bringt laut Verkehrsexpertin Gurtner wenig. „Erstens ist es mühsam. Zweitens sind viele Lenker das Bergfahren und vor allem das runterkommen nicht gewöhnt. Sie sind ungeübt. Wir haben da immer viele Panneneinsätze wegen überhitzter Bremsen und Motoren.“

Urlaubssaison und viele Feiertage

Nach Christi Himmelfahrt erwarten die Autofahrerklubs zu Pfingsten (8. bis 10. Juni) und zu Fronleichnam (20. Juni, ein Donnerstag) die nächsten großen Staus. „Danach geht es bis Mitte August jedes Wochenende zu. Im Juli und im August ist wirklich ganz Europa auf Urlaub“, so Gurtner. Und die meisten zieht es zum Meer, zum Strand und zur Sonne. Erst im September verkürzen sich die Staus wieder ein „bisschen“.

Gurtner rät, sich vor langen Fahrten genau zu erkundigen und Pausen schon im Vorhinein einzuplanen. Gerade wenn man mit Kindern unterwegs ist, sollte man gut vorsorgen. „Wir haben Stauberater, die auf den modernsten KTM-Maschinen unterwegs sind. Mein Kollege Herbert Thaler wird wieder einmal im Dienst sein. Er kann bei Pannen kleinere Reparaturen vornehmen. Außerdem hat er Wasser für durstige Autofahrer und kleinere Spielsachen für die Kinder mit.“

Herbert Thaler kann zudem über Stau und Wartezeiten aufklären. Wenn die Rettungsgasse nicht funktioniert, darf er auch auf dem Pannenstreifen fahren. „Am häufigsten muss ich in Stausituationen Starthilfe geben“, verrät der Techniker. An zweiter Stelle steht das Rufen eines Abschleppdienstes. Im Stau kommt es häufig zu Auffahrunfällen, da die Lenker langsam müde und damit auch unaufmerksam werden.

Stillstand am Grenzübergang

Mit kommenden Sonntag 21.00 Uhr beginnt die Asfinag die Sanierung des rechten Fahrstreifens in Richtung Deutschland zwischen dem Knoten Salzburg und dem Grenzübergang Walserberg. Entlastung soll die geplante dritte Spur auf deutscher Seite bringen, die lässt aber auf sich warten. Der deutsche Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer bemüht sich um eine rasche Lösung: „Ich habe den Bayerischen Verkehrsminister mit den Planungen und den Bau beauftragt. Mein Ministerium übernimmt die Kosten, um die Stausituation insbesondere zur Hauptreisezeit zu entlasten. Am Montag gab es Gespräche mit dem Salzburger Landeshauptmann über eine provisorische Lösung bis zum Start der Haupt-Bauaktion. Die Möglichkeiten werden derzeit geprüft. Ganz klar: Wir wollen die Wartezeiten für die Reisenden reduzieren. “

Manuela Kappes
Manuela Kappes
Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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