Nur minimale Hoffnung

Horrorunfall: Junges Paar wird nicht mehr erwachen

„Pascal wird durch seine Organspende weiterleben“ - der Opa des 15-jährigen Welsers, der mit seiner Freundin Rebekaa (14) am Moped von einem Auto gerammt worden war, weiß, dass sein Enkel nie mehr erwachen wird. Bei Rebekka gibt’s noch minimale Hoffnung.

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„Heute wären Pascal und Rebekaa fünf Monate zusammen gewesen. Es war die erste große Liebe. Und nun dürfen sie miteinander gehen“, sagt Dunja K. (48), Mama des 15-jährigen Pascal. Sie bekam am Montag im Spital Wels die Nachricht, dass ihr Sohn – er kickte als Stürmer beim FC Wels – gehirntot ist. „Wir haben der Organspende zugestimmt, so lebt er weiter.“

Eltern sind todtraurig
Pascals Eltern sind todtraurig und bangen noch mit der Familie von Rebekaa F. (14), der Freundin ihres Sohnes. „Sie hat noch eine minimale Chance, aber alle sind auf das Schlimmste eingestellt und müssen auf ein Wunder hoffen“, sagt Dunja K. Eine letzte Untersuchung in der Linzer Uniklinik soll Gewissheit bringen.

Pascal wollte Freundin sicher heimbringen
Das verliebte Paar war am Samstag bei einem Freund gewesen. Pascal wollte Rebekaa, mit der er kürzlich in ihrer alten Heimat Ungarn den ersten gemeinsamen Urlaub verbracht hatte, gegen 21 Uhr nach Hause bringen und selbst bei einem Freund schlafen.

BMW rammte Moped
Dabei kam es bei der „Saunakreuzung“ zum Horrorunfall: Der BMW eines serbischen Welsers (21) rammte das Moped der Teenager, die 20 Meter weit auf den Gehsteig geschleudert wurden. Zeugen konnten sie reanimieren.

„Blitzer“ hätten Unfall geklärt
Die Polizei will den Unfallhergang klären und hoffte auf die Rotlichtkameras an der Kreuzung, die als eine der ersten so eine Überwachung bekommen hatte. Doch die „Blitzer“ sind inaktiv, hängen als Attrappen herum. Einige Zeugen meldeten sich, dass der BMW bei Grünlicht, aber vermutlich zu schnell, in die Kreuzung eingefahren war. Hinterm Moped von Pascal und Rebekaa soll kein anderes Fahrzeug gewesen sein – weitere Zeugen werden dringend gesucht, damit keine Frage offenbleibt.

„Er war immer so vorsichtig“
Der Opa, der seinem Enkerl noch Tankgutscheine fürs Moped kaufte, kann sich nicht vorstellen, dass der 15-Jährige Schuld trägt: „Er war immer so vorsichtig unterwegs.“

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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