Im Dezember schlitterten zwei Firmen der Linzer Stiglechner-Gruppe – Betreiber von bundesweit 71 Tankstellen – in die Pleite. Nun erwischt es auch die zugehörige IQ-Tankkarte: Sie ist ab sofort gesperrt. Kommende Woche soll die Vertriebsfirma Insolvenz anmelden.
Zur Stiglechner-Unternehmensgruppe gehören nicht nur 71 Tankstellen, sondern auch die IQ-Tankkarte. Im Dezember meldeten zunächst zwei Firmen der Gruppe, wie berichtet, mit in Summe 188 Millionen Euro Schulden Insolvenz an. Zuvor konnte mit der Tankkarte an österreichweit 5700 Tankstellen bezahlt werden – nach der Pleite nur mehr an den von Stiglechner selbst betriebenen Standorten.
Doch auch damit ist es nun vorbei: „Die IQ-Card wird an allen Standorten deaktiviert und kann nicht mehr verwendet werden“, heißt es in einer Information auf der Webseite der Tankkarte. „Die Abrechnung aller offenen Transaktionen erfolgt ab Montag, den 16. Februar.“
Sechs Standorte akzeptieren Karte noch
Nur sechs Ausnahmen gibt es: Weiterhin mit der Karte bezahlt werden kann (zumindest vorerst) bei den BP-Tankstellen in Haag am Hausruck und Eberstalzell, bei den IQ-Tankstellen in Liefering, Steyr und Trofaiach sowie bei der Eni-Tankstelle in Sillian.
Vertriebsfirma soll Insolvenz beantragen
„Die überraschend notwendige Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Muttergesellschaft mit 6. Dezember 2025 führte auch zu entsprechend negativen Auswirkungen auf die IQ Card Vertriebs GmbH“, heißt es in der Online-Information weiter. In den vergangenen Wochen seien „alle erdenklichen Anstrengungen“ unternommen worden, um einen Fortbetrieb zu ermöglichen – letztlich erfolglos. Bis Ende der kommenden Woche wird laut dem Schreiben auch die Vertriebsfirma der Tankkarte ein Insolvenzverfahren beantragen. Ob und wie es mit der Karte weitergeht, wird im Zuge des Konkursverfahrens geklärt werden.
Bereits in einem laufenden Insolvenzverfahren befinden sich die Julius Stiglechner GmbH sowie die Stiglechner Tankstellen GmbH. Nach der Pleite kam es zu vereinzelten Austritten von Mitarbeitern sowie zur Kündigung von 15 Beschäftigten. Die Tankstellen sind Dank einer Überbrückungsfinanzierung von Banken weiterhin geöffnet.
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