20.05.2019 06:03 |

Salzburg Marathon

In der „Hitzeschlacht“ ging Rekordjagd baden

Das Kaiserwetter lockte so viele Zuschauer wie noch nie an die Marathon-Strecke. Was sie freute, war für die Aktiven zusätzliche Qual. In der „Hitzeschlacht“ verpasste Sieger Victor Kipchirchir den Rekord um fast drei Minuten. Der Promi-Staffel mit Peter Herzog als Startläufer stahl just „Namenlos Grandios“ die Show.

Des einen Freud, des anderen Leid. Während tausende Zuschauer die Läufer anfeuerten und das Bad in der Sonne genossen, drückte die zunehmende Wärme bei den Aktiven auf Kondition und Zeiten. Betroffen davon auch Marathon-Favorit Victor Kipchirchir. Der 31-jährige Kenianer warf seine ursprüngliche Taktik früh über Bord, enteilte seiner „Begleitung“, dem Schweizer Halbmarathon-Sieger Marco Kern, schon nach 15 Kilometern solo.

Die Durchgangszeit von 1:05:43 Stunden zur Halbdistanz lag zwar noch im Marschplan, doch musste dann auch Kipchirchir den mittäglichen 24 Grad Tribut zollen, finishte in 2:17:03 fast drei Minuten über dem Salzburg-Rekord. „Zu heiß - keine idealen Laufbedingungen“, räumte er im Ziel ein. Die von seinem Landsmann Eliud Kiplagat 2013 aufgestellte Bestmarke von 2:14:16 wird wohl noch länger Bestand haben.

„Nie mit diesem Erfolg gerechnet“

Hinter Antony Maina und Philip Kirui, die das Kenia-Podest komplettierten, wurde Thomas Punz als bester Österreicher Vierter. „Ein geiler Event, eine großartige Kulisse, mit diesem Erfolg hätte ich nie gerechnet“, jubelte der Niederösterreicher im Ziel. Den lange in der „Europa-Wertung“ führenden Christian Doppler hatte er erst auf der Lehener Brücke überlaufen.

„Nach 30 Kilometern ist es richtig zäh geworden. Platz fünf ist trotzdem das beste Ergebnis in meinem sechsten Marathon“, war aber auch der Oberösterreicher mit seiner Salzburg-Premiere über die 42 Kilometer zufrieden. Dahinter starke Sechste: die Äthiopierin Gadise Negesa, die die Frauenwertung in 2:46:37 überlegen gewann.

Für einen heimischen Sieg sorgte wie erwartet Cornelia Stöckl-Moser im „Zehner“. Nach dem Frauenlauf-Sieg beherrschte die Saalfeldenerin auch Sonntag ihre zweite Distanz in 38:11 Minuten und sicherte sich somit überlegen die Kombiwertung.

Steilvorlage von Herzog

Als Auftakt zur zweiten Marathon-Phase passten die 16 Kilometer als Startläufer einer Sporthilfe-Hyundai-Staffel Langstreckler Peter Herzog perfekt in die Vorbereitung. Ziel: Start in Berlin oder Frankfurt. Von seiner flotten Vorlage zehrte noch Skispringerin Chiara Hölzl als Dritte im Bunde. „Ich bin locker gelaufen, weil in Rif Krafttraining wartet.“ Erst Schlussmann Daniel Leutgeb gab die Mixed-Pole ab - an „Namenlos“. Den Staffel-Gesamtsieg krallten sich „Rauschige Ironmänner“ aus dem Flachgau.

Harald Hondl
Harald Hondl
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