10.05.2019 14:31 |

Maggies Kolumne

Mobile Schlachtung

Es ist ein heikles Thema, und kaum jemand möchte damit konfrontiert werden. Aber wer Fleisch isst, weiß, dass dafür ein Tier geschlachtet werden muss. Das ist eine Tatsache, die man nicht schönreden kann.

Immer wieder tauchen grausame Bilder, fürchterliche Berichte über Schlachthöfe auf. Schweine, die nicht ausreichend betäubt sind, wenn sie in siedend heißes Wasser getaucht werden. Rinder, die eine ganze Mittagspause lang in der Schlachtbox ausharren müssen. Sich die Seele vor Angst aus dem Leibe brüllen. Auch wenn man Bio-Fleisch kauft, kann man nie sichergehen, ob das Tier nicht stundenlangen Stress hatte. Es sei denn, man kauft bei Bio-Landwirten wie zum Beispiel dem steirischen Labonca oder bei Weidebeef am Rande von Wien. Denn solche Betriebe schlachten ausschließlich selbst und direkt am Hof.

Immer mehr Landwirte wollen ihren Tieren unnötiges Leid ersparen - sei es beim Transport oder bei der Tötung. Es tut sich was! Nach Oberösterreich zieht nun auch Vorarlberg nach und startet ein Pilotprojekt für mobile Schlachtungen. Bauernbund-Präsident Georg Strasser und Landesrat Christian Gantner begrüßen diesen wichtigen Schritt für die Landwirte und für den Tierschutz. Strasser fügt hinzu: „Das ist ein erster Schritt, aber Ziel sollte die absolut schonendste Tötung sein!“ Konkret würde sich der engagierte Politiker wünschen, dass künftig auch bei Weidetieren der sogenannte „Weideschuss“ eingesetzt werden darf, so wie es bei Farmwild im Gatter der Fall ist. Das wäre ein Meilenstein im Tierschutz!

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter