Nach Krisengespräch:

Schließung von „mopäd“ ist vorerst vom Tisch

Nachdem drei Bewohner der Jugendeinrichtung „mopäd“ um drei Uhr früh bei einem Einbruch erwischt wurden, stieg nun ein Krisengespräch. Ergebnis: An den Heimtüren werden Alarmanlagen montiert. Überlegt wird auch eine Verlegung der neun Burschen. Das Heim wird aber vorerst noch nicht zugesperrt.

Bei FP-Stadtvize Gerhard Kroiß schrillten nach der nächtlichen Einbruchstour der drei „mopäd“-Bewohner – der jüngste war erst zwölf Jahre alt – die Alarmglocken. Geschäftsführer Günter König stellte er beim Krisengespräch die Schließung der Einrichtung, in der neun „verhaltenskreative Jugendliche“ rund um die Uhr betreut werden, in Aussicht. „Das Aus ist vorerst vom Tisch“, so Kroiß.

Verlegung der Jugendlichen möglich
Stattdessen wird nach einer Möglichkeit für die Verlegung der Burschen gesucht. „Vielleicht ist eine Unterkunft mitten in der Stadt nicht der beste Standort“, so Kroiß. Im Haus könnten künftig Kinder und Jugendliche einziehen, die eine nicht so problematische Vorgeschichte haben.

Alarmanlage an Türen
Vorerst wird als erste Maßnahme an den Ausgangstüren eine Alarmanlage montiert, damit in den Nachtstunden die Jugendlichen nicht mehr still und heimlich das Heim verlassen können. „Wir dürfen die Jugendlichen nicht einsperren. Das wäre Freiheitsentzug. Auch aus Feuerschutzgründen müssen Fluchtwege offen bleiben. Das erschwert die Überwachung“, stellt sich König hinter die sieben Mitarbeiter. Ihnen wurden schwere Versäumnisse der Aufsichtspflicht vorgeworfen.

„An Erfolgen messen“
König wehrt sich auch gegen die generelle Kritik an der Einrichtung: „Man sollte uns an den Erfolgen messen. 70 Prozent der Bewohner finden nach der Betreuung im Heim auch einen Platz in der Gesellschaft!“

Mario Zeko
Mario Zeko
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