01.05.2019 13:07 |

Lokalaugenschein

Bald fahren Obusse wie ein Schweizer Uhrwerk

Zwei der 15 neuen Obusse für die Salzburg AG sind bereits in Herstellung. In den Produktionshallen der Schweizer Firma Hess in Solothurn machte sich Einkaufs-Chefin Gerlinde Hagler persönlich ein Bild vom Fortschritt. Der erste Bus soll dann im September in die Salzburger Landeshauptstadt geliefert werden.

Dann startet auch der Probebetrieb für die Verlängerung der Linie 5 nach Grödig. „Ich bin mit dem derzeitigen Fortschritt zufrieden. Die Firma liegt bei der Produktion exakt im Zeitplan. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt“, sagt Hagler. Da es sich um einen komplett neuen Obus-Lieferanten für das Salzburger Unternehmen handelt, machte sich die Leiterin des Bereichs Einkauf und Logistik selbst ein Bild in der Schweizer Stadt.

In der Produktionshalle stechen die ersten beiden Salzburger Obusse des Modells „lighTram 19 DC“ schnell ins Auge. Momentan nur als Gerippe, die Firma setzt auf modulare Bauweise. Der erste von den Schweizern als „Trolley“ bezeichnete Obus soll im September auf unseren Straßen unterwegs sein. Das bestätigten auch die Zuständigen der Firma Hess.

Bereits 50 bauähnliche Modelle sind in der Schweiz unterwegs. Die eingesetzte Technologie gehört zu den modernsten auf dem Markt. Neben dem Oberleitungsbetrieb ist auch ein rein elektrischer möglich. Dieser wird für die Weiterfahrt bis nach Grödig benötigt, da es keine Oberleitung in den Flachgauer Ort gibt. Für den Busfahrer ist es kein großer Mehraufwand. Wo die Leitung endet, werden die Stangen per Knopfdruck eingefahren. Auf dem Rückweg werden sie am umgekehrten Weg wieder eingehängt. Eine Ladestation für den Elektroantrieb ist nicht notwendig. „Während der Bus an der Leitung hängt lädt die Batterie wieder auf“, erklärt Martin Widmer, Entwickler der Schweizer Firma.

Felix Roittner
Felix Roittner
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