Mo, 20. Mai 2019
17.04.2019 21:06

In Marokko verhaftet

Dschihadist plante zu Ostern Anschläge in Spanien

In einer gemeinsamen Operation haben Spezialeinheiten der spanischen und der marokkanischen Polizei am Mittwoch in Marokko einen mutmaßlichen Dschihadisten festgenommen. Der Mann soll während der berühmten Osterfeierlichkeiten in der südspanischen Stadt Sevilla ein Selbstmordattentat geplant haben. Nach der Inhaftierung sei die Wohnung des Verdächtigen in Sevilla durchsucht worden, teilte die spanische Nationalpolizei am Mittwoch auf Twitter mit.

Die Online-Zeitung „El Confidencial“ berichtete unter Berufung auf eine Quelle der spanischen Anti-Terror-Einheiten, bei dem Festgenommenen handle sich um einen 23-jährigen Marokkaner mit Verbindungen zur Terrororganisation Islamischer Staat, der an der Universität von Sevilla studierte. Die Festnahme sei in Zusammenarbeit mit der Polizei in der marokkanischen Hauptstadt Rabat erfolgt.

Anschlag auf Oster-Prozessionen geplant
Der Mann habe konkrete Anschlagspläne auf die weltbekannten religiösen Oster-Prozessionen in der andalusischen Metropole gehabt, hieß es weiter. Die Feiern der „Semana Santa“ in Sevilla gelten als die bedeutendsten in ganz Spanien und locken jedes Jahr Tausende Menschen aus aller Welt in die Stadt. Den Angaben zufolge soll der Mann die Pläne gegenüber den Behörden gestanden haben.

Terror-Alarmbereitschaft bereits erhöht
Anderen Medienberichten zufolge wäre auch ein Anschlag während der Parlamentswahlen am 28. April möglich gewesen. Die spanischen Behörden erhöhten bereits vor einer Woche die Terror-Alarmbereitschaft, nachdem der IS Anfang April in Video-Botschaften im Internet zu Anschlägen während der Karwoche in Spanien aufgerufen hatte. Der IS verlangt seit Jahren die „Befreiung und Rückeroberung“ Spaniens, das von 711 bis 1492 unter dem arabischen Namen al-Andalus unter muslimischer Herrschaft stand.

Spanien mehrfach Ziel islamistischer Attentate
So wurde Spanien in der Vergangenheit immer wieder von islamistischen Anschlägen und Attentaten heimgesucht. Am 17. August 2017 fuhr ein Attentäter in Barcelona mit einem Lieferwagen durch eine Menschenmenge auf dem Boulevard La Rambla. 14 Menschen kamen ums Leben, 118 Personen wurden teils schwer verletzt. Am 11. März 2004 ließen islamistische Terroristen drei Tage vor den damaligen Parlamentswahlen Bomben in mehreren Nahverkehrszügen in Madrid explodieren. 191 Menschen starben, fast 2000 Personen wurden verletzt.

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