17.04.2019 10:36 |

„Blutig, ungebeugt“

Video zeigt jetzt Ausmaß der Notre-Dame-Zerstörung

Spektakuläre Luftaufnahmen (siehe Video oben) zeigen jetzt das Ausmaß der Zerstörung der Pariser Kathedrale Notre Dame: Beim Großbrand sind der Dachstuhl, der Spitzturm und Teile des Gewölbes zerstört worden. Die drei Rosetten-Fenster, die beiden übrigen Türme und die Grundmauern blieben zum Glück erhalten. „Blutig, aber ungebeugt“, kommentierte die britische „Daily Mail“ am Mittwoch.

Das Feuer, das sich knapp acht Stunden in der Nacht auf Dienstag auf 1000 Quadratmeter ausgebreitet hatte, war Dienstagvormittag unter Kontrolle gebracht worden.

„Unsere Frau von Paris lebt weiter“
Die Pariser Bevölkerung zeigte sich erleichtert, dass eines der größten mittelalterlichen Gebäuden der Welt die Zerstörung überlebt hatte. „Notre Dame wurde ohne Zweifel furchtbar beschädigt. Frankreich ist, zusammen mit einem Großteil der Welt, zutiefst schockiert, als unsere Frau von Paris kurz vor dem Tod gestanden hatte“, kommentierte die französische Zeitung „Le Parisien“. Nun lebe sie weiter.

„Göttliche Intervention“
Laut Medienberichten hätte es allerdings weitaus schlimmer kommen können. „Die 850 Jahre alten Türme, die den Eingang bewachen und die unsterblichen Glocken, die darin hängen, sind unversehrt geblieben“, schrieb die britische „Daily Mail“. 
Viele Pariser sprachen von einer „göttlichen Intervention“. „Es grenzt an ein Wunder, dass zum Beispiel das goldene Kreuz über dem Altar in der Kirche unbeschädigt geblieben war“, sagte ein Passant gegenüber der „Daily Mail“. Und fügte hinzu: „Ich habe noch nie so viele Menschen gesehen, die offen über Gott, über Religion und Gebete in der Öffentlichkeit gesprochen haben. So viele Menschen sind wieder katholisch geworden.“

Eine der wichtigsten Reliquien wurde aus der brennenden Kathedrale gerettet. Es handle sich dabei um die Dornenkrone, die Jesus Christus bei seiner Kreuzigung getragen haben soll, sagte der Direktor des Gotteshauses, Patrick Chauvet. Die Flammen hätten den Kirchenschatz nicht erreicht.

Ermittler auf Ursachenforschung
Unterdessen suchen Einsatzkräfte und Ermittler weiter nach der Ursache. Die Staatsanwaltschaft in der französischen Hauptstadt leitete eine Untersuchung ein, an der 50 Ermittler arbeiteten. Es gebe derzeit keine Anzeichen für eine bewusst herbeigeführte Katastrophe, sagte Staatsanwalt Remy Heitz am Dienstag. Präsident Emmanuel Macron versprach, dass das Unesco-Weltkulturerbe wiederaufgebaut werde. Bis Dienstagabend lagen Spendenzusagen in Höhen von mehr als 700 Millionen Euro vor, darunter allein 500 Millionen Euro von drei der reichsten Familien Frankreichs.

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